Kia: Soul EV soll unter 32.000 Euro kosten

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Die Koreaner wollen mit ihrem Elektroauto in erster Linie technologische Kompetenz zeigen. Deutschland-Geschäftsführer Martin van Vugt erläutert im Interview, warum er nicht mit großen Stückzahlen rechnet.

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Martin van Vugt
Martin van Vugt
(Foto: Kia)

Redaktion: Herr van Vugt, besitzen Sie ein Pedelec?

Martin van Vugt: Nein, das ist nichts für mich. Solange ich gesund und fit bin möchte ich nicht auf Hilfsmittel zurückgreifen. Das hilft aber heute sicherlich älteren Menschen.

Auf der AMI in Leipzig hat Kia ein Pedelec präsentiert. Wann kommen Sie damit auf den Markt?

Die Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen. Wir wollen in erster Linie zeigen, welche Technologien der Konzern beherrscht. Für uns ist entscheidend, dass wir damit Geld verdienen.

Mit Elektroautos Geld verdienen ist schwierig. Dennoch bringt Kia den Soul EV...

Auch hier wollen wir in erster Linie unser technologisches Know-how zeigen. Wir sind keine kleine Marke, wir sind Kia. Der Soul EV hat ein einzigartiges Klimasystem, bei dem Heizung und Belüftung auf Knopfdruck auf der Beifahrerseite abgeschaltet werden kann. Zudem hat der Soul EV eine Reichweite um die 212 Kilometer. Das ist dann auch schon für Pendler interessant.

Kia Soul EV: Der Strom-Kasten
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Wie viele Elektrofahrzeuge wollen Sie in Deutschland verkaufen?

Wir rechnen vorerst mit kleineren Stückzahlen. Wir werden 40 bis 50 Autos dieses Jahr nach Deutschland holen und die Potenziale im Konzern aufzuzeigen. In Deutschland hat Elektromobilität noch keine Priorität.

Warum nicht?

Weil die Politik noch ihre Hausaufgaben machen und die Weichen stellen muss. Zum Beispiel sind die an der A7 geplanten Ladestationen nur für die Fahrzeuge deutscher Hersteller geeignet. Da frage ich mich, ob die Politik gar keine Energiewende will oder ob die Lobby der deutschen Hersteller so stark ist. Ich jedenfalls glaube so nicht an eine Million Elektrofahrzeugen bis 2020.

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