K&L-Annahmeprozesse: Durchkalkulierter Prozess

Gute Werkstattprozesse sind das A und O für Karosseriefachbetriebe. Der K&L-Betrieb Stehning setzt deshalb bereits bei der Reparaturannahme auf eine sorgfältige Kalkulation. Das Ergebnis: mehr Effizienz sowie weniger Nacharbeiten und Reklamationen.

| Autor: Holger Schweitzer

Beim Karosserie- und Lackierzentrum Kiel der Stehning GmbH setzt man für die Fahrzeugannahme auf Kalkulationsstationen.
Beim Karosserie- und Lackierzentrum Kiel der Stehning GmbH setzt man für die Fahrzeugannahme auf Kalkulationsstationen. (Bild: Stehning GmbH)

Möchte der Kunde sein verunfalltes Fahrzeug reparieren lassen, bekommt er zunächst einen Termin, um den Schaden zu begutachten. Danach fährt er nach Hause – die Werkstatt kalkuliert zwischenzeitlich den Schaden und vereinbart mit dem Kunden einen zweiten Termin, nachdem die Versicherung die Teilebestellung freigegeben hat. Ein Prozess, wie ihn auch Christian Weßler, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Stehning, an seinen beiden K&L-Standorten in Kiel und Eckernförde bis etwa vor einem Jahr praktizierte.

Seitdem hat der Unternehmer seinen Annahmeprozess komplett umgestellt. Anstatt zwei separater Termine gibt es jetzt nur noch einen Termin, bei dem das Fahrzeug angenommen wird und sofort für die Reparatur im Betrieb bleibt. Der Clou dabei: Das Fahrzeug wird nicht nur äußerlich begutachtet, sondern in eigens geschaffenen Kalkulationsstationen so weit zerlegt, dass sämtliche Schäden zuverlässig dokumentiert und kalkuliert werden können. Wie Stefan Höslinger von der Unternehmensberatung Hepp Unternehmensimpulse erklärt, ließen sich durch einen optimierten Annahmeprozess sowohl die Abläufe in der Werkstatt besser koordinieren als auch die Zufriedenheit der Kunden und Mitarbeiter erhöhen.

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