VW-Deutschlandchef Achim Schaible Klagt auch der VW-Handel? „Nein, das befürchten wir nicht“

Im VW-Handel gab es zuletzt einmal mehr jede Menge Diskussionsstoff. Ärger über den Agenturvertrieb, Ärger über E-Auto-Quoten, Ärger über die miese Liefersituation – auf dem Tisch von VW-Deutschlandchef Achim Schaible stapeln sich die Aufgaben. Im Interview erklärt er, was er wie angehen will.

Achim Schaible verantwortet seit September 2021 das Deutschland-Geschäft von VW Pkw.
Achim Schaible verantwortet seit September 2021 das Deutschland-Geschäft von VW Pkw.
(Bild: Volkswagen)

Seit September 2021 ist Achim Schaible bei VW Pkw verantwortlich für die Geschäfte in Deutschland. Ruhig ging es seit seinem Start im zurückliegenden halben Jahr bei der Marke nicht zu. Die Wolfsburger bekommen die Halbleiterkrise nicht in den Griff, die Liefersituation ist seit Monaten schlecht. Und erst jüngst entlud sich im Handel wegen mehrerer Entscheidungen des Herstellers Enttäuschung: So habe sich die unechte Agentur bei den ID-Modellen nicht wie erhofft bewährt. Und obendrauf gibt es jetzt auch noch knappe Kontingente für ID 3 und ID 4. Was unternimmt Wolfsburg, um die Lage zu entspannen? Im Interview bezieht Achim Schaible Stellung.

Redaktion: Herr Schaible, wie sehr hat VW den deutschen Handel in den Verhandlungen zum Agenturvertrieb über den Tisch gezogen?

Achim Schaible: Da ich ja erst ins Amt gekommen bin, nachdem die Verträge geschlossen wurden, kann ich das ganz neutral betrachten. Der Agenturvertrag wurde gemeinsam, partnerschaftlich und inklusive aller Konditionen ausgehandelt. Und der Handel hat dem zugestimmt. Die Agentur hat für alle Vorteile: Der Handel profitiert von Kosteneinsparungen bei der Lagerhaltung und ist beispielsweise bei Vorführwagen besser abgesichert, der Kunde profitiert von stabileren Preisen und Restwerten.