Klassiker – die idealen Alltagsautos?

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Ist ein Traumauto wie ein Mercedes 300 SL, ein Porsche 356 oder ein BMW Z8 weit außerhalb des eigenen Finanzrahmens, heißt es, eine Alternative zu finden, die den Geldbeutel nicht schröpft. Gerade das bieten nicht selten Young- oder junge Oldtimer, weil man sich mit ihnen ein Stück Kindheit zurückholen kann. Oftmals fuhr der eigene Vater, die Tante oder der nette Nachbar das Auto oder träumte zumindest davon.

Viele Gefälligkeitsgutachten im Umlauf

So ist es zu erklären, dass heute einst wenig charismatische Fahrzeuge aus den Siebziger- und Achtzigerjahren zu begehrten Oldtimern geworden sind. Wenig überraschend, dass echte Sportwagen, Cabrios /Roadster und Coupés begehrter als schnöde Limousinen sind. Da der eigene Klassiker nur selten das Alltagsauto ist und insbesondere am Wochenende oder im Urlaub Spaß machen soll, ist die Nachfrage nach einem Modell wie dem Mercedes 280 SL der Pagodenbaureihe größer als nach einer Limousine aus der damaligen Zeit.

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Die Alltagsautos von einst sind heute begehrter denn je, wenn sie einen guten Pflegezustand, eine geringe Laufleistung und vielleicht sogar noch eine interessante oder gar komplette Historie haben. Wer sich mit der einzelnen Marke oder einem speziellen Modell nicht auskennt, sollte mindestens einen Experten hinzuholen. Ein Oldtimergutachten allein besagt wenig, denn die Zahl der Gefälligkeitsgutachten ist riesig, und einen genauen Wert bilden die Gutachten nur sehr kurzfristig ab.

Dennoch sind ein oder mehrere Oldtimergutachten von offizieller Stelle zumindest ein guter Anhaltspunkt zu Pflegezustand, durchgeführten Restaurationen, technischer Ausstattung und Realitätsnähe der versprochenen Laufleistung. Wer nicht nur Spaß am Steuer haben will, sondern auch sein Vermögen mehren möchte, sollte auch innerhalb einer Modellreihe nicht irgendetwas kaufen. Generell sind Sportmodelle und limitierte Editionen – auch mit seltenen Ausstattungen oder Farben – besonders begehrt. Zudem ist das Topmodell oder die höchste Motorisierung beliebter als andere Modelle.

Bei der Ausstattung selbst sollte der Erstbesitzer damals nicht gespart haben, denn so hoch der einmalige Unterhaltungswert auf einem manuellen Flockvelourssitz oder die viel zitierte Buchhalterausstattung auch ist: Gesucht sind generell die bestmögliche Ausstattung, möglichst viele Kreuze in der Liste der Extras und die stärkste Motorisierung.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group