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Klassikgeschäft bei Markenhändlern: Altes Blech neu entdeckt

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Wer mit Young- und Oldtimern Erfolg haben will, muss das Geschäft als eigenes Standbein betrachten – das Jaguar-Land-Rover-Autohaus Fuhrmeister, das Mercedes-Benz-Autohaus Heusel und die Mehrmarken-Autohausgruppe Glinicke tun das beispielhaft.

Glinicke Classic Cars hat rund 400 Young- und Oldtimer im Bestand – rund 75 Prozent davon sich Porsche-Modelle.
Glinicke Classic Cars hat rund 400 Young- und Oldtimer im Bestand – rund 75 Prozent davon sich Porsche-Modelle.
(Bild: © Markus Seidel, sportsphoto.ch)

Die Zahlen sprechen für sich: 22 Prozent der Deutschen interessieren sich laut einer Studie der Unternehmensberatung BBE für Oldtimer. Jährlich geben die Deutschen stolze zehn Milliarden Euro für Fahrzeuge aus, die älter als 20 Jahre sind. Die Zahl der Autos, die auf deutschen Straßen mit einem H-Kennzeichen unterwegs sind, wächst kontinuierlich an: 2018 waren es 675.000 Stück, bis 2020 soll diese Zahl der BBE zufolge auf 800.000 Fahrzeuge steigen.

Gerade angesichts der auch perspektivisch mageren Renditen im Neuwagengeschäft und der aktuellen Herausforderungen im Gebrauchtwagengeschäft kann das Klassikgeschäft für Autohäuser als zusätzliches Standbein durchaus attraktiv sein. Man ist nicht abhängig von den Herstellerstandards – mal abgesehen von den nötigen Auditierungen der Klassikpartner im Premiumbereich –, es winken vor allem im Service attraktive Erträge, und Klassikfahrzeuge sind zudem ein ideales Kundenbindungsinstrument.