Kleben in der Karosseriereparatur Klebt nicht gibt’s nicht

Von Peter Diehl

Weiterentwicklungen und Fallstricke des Klebens in der Karosseriereparatur waren Themen der Würzburger Karosserie- und Schadenstage. Einer der Vorträge lässt vermuten, dass sich Klebeverbindungen künftig durch Tiefkühlung trennen lassen.

Erleidet ein Fahrzeug mit lasergelöteter Dachaußenhaut einen Hagelschaden, kann die Erneuerung der Außenhaut durch Kleben der geeignete Reparaturweg sein.
Erleidet ein Fahrzeug mit lasergelöteter Dachaußenhaut einen Hagelschaden, kann die Erneuerung der Außenhaut durch Kleben der geeignete Reparaturweg sein.
(Bild: Henkel)

Kleben ist kein neues Fügeverfahren, weder in der Fertigung noch in der Instandsetzung von Fahrzeugkarosserien. Bereits in den Neunzigerjahren unternahmen Ford und Jaguar Laborversuche, um Karosserieteile zu verkleben. Deren Überführung in die Praxis blieb jedoch weitgehend aus. Konsequenter war Daimler: Ab 1999 gab es in Stuttgart hierzu ein eigenes Team; erste Anwendungen beinhaltete die Mercedes-Benz S-Klasse der Baureihe W140. Diesem Beispiel folgten BMW mit dem 7er sowie Audi mit A6 und A8. Auch GM/Opel verklebten fortan Karosserieteile. Inzwischen weisen auch Fahrzeuge aus asiatischer Fertigung verstärkt Klebenähte auf.

Hinter dieser Entwicklung lassen sich vier treibende Kräfte ausmachen: