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Klimaneutralität: Sein statt Schein

Redakteur: Christoph Baeuchle

Bei der gesellschaftlichen Klimadiskussion steht die Autoindustrie mitten drin. Einige Hersteller und Zulieferer sind in die Offensive gegangen. Einige Partner im Handel und Service bekommen das zu spüren.

Beim Audi-Zentrum Hof der Motor-Nützel-Gruppe gibt es auf dem Dach zwischen den Fotovoltaikanlagen kaum noch Platz.
Beim Audi-Zentrum Hof der Motor-Nützel-Gruppe gibt es auf dem Dach zwischen den Fotovoltaikanlagen kaum noch Platz.
(Bild: Motor Nützel)

Mit ihrem Verhalten beim Dieseldesaster haben Hersteller nicht nur das Image der Technologie kaputt gemacht, sondern auch ihr eigenes. Das scheinen sie nun wieder ändern zu wollen: Bei der Diskussion ums Klima wagen sich einige Hersteller und Zulieferer in die vorderste Reihe – Daimler, Volkswagen, Audi und Bosch. Alle wollen sich das Label Klimaneutralität ans Revers heften. Doch das ist nicht leicht.

„Die CO2-Neutralität will Bosch nicht erst 2050 erreichen, auch nicht 2030, sondern schon 2020 – als erstes Industrieunternehmen mit Standorten rund um den Globus“, sagte Bosch-Chef Volkmar Denner im Frühsommer. Für den Stuttgarter Konzern sind grüne Themen nicht neu. Schon Denners Vorgänger Franz Fehrenbach hatte nicht nur im eigenen Garten einen grünen Daumen. Die CO2-Emissionen, die ab nächstem Jahr nicht vermieden werden können, werden eben kompensiert. Moderner Ablasshandel.