Klimaservice: Kälteapparate-Schick

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Mittlerweile sind sie in Werkstätten so essenziell wie ein Altölauffangbehälter: Klimaservicegeräte sind ein wichtiges Werkzeug für den modernen Fahrzeugservice. „Doch welches kaufen?“ lautet die Frage im Anschaffungsfall.

Zahlreiche Eigenschaften eines Klimaservicegeräts sollten Werkstätten beim Kauf beachten. Technische Details verrät eine umfangreiche Anbieterübersicht – siehe Kasten „Tipp!“.
Zahlreiche Eigenschaften eines Klimaservicegeräts sollten Werkstätten beim Kauf beachten. Technische Details verrät eine umfangreiche Anbieterübersicht – siehe Kasten „Tipp!“.
(Bild: © malkovkosta - stock.adobe.com)

Klimawandel ist ein bekanntes Schlagwort. Es trifft nicht nur auf unsere Umwelt zu. Nein, auch der Klimaservice an Automobilen ist kontinuierlichen Veränderungen unterworfen. Bestes Beispiel ist die Einführung des Kältemittels R1234yf vor einigen Jahren. Zur Erinnerung: Seit 1.1.2017 müssen Fahrzeug der Klasse M1 und N1 (Gruppe 1), also Pkws und Transporter bis 1.305 Kilogramm Leergewicht, mit einem Kältemittel befüllt sein, das einen GWP-Wert (Global Warming Potential) von kleiner 150 aufweist. R1234yf mit einem Wert von 4 erfüllt diese Vorgabe. Auch das natürliche CO2, das hier mit dem Bestwert von 1 glänzt. Mercedes-Benz und Audi setzen es bereits ein, wenn auch in homöopathischen Dosen. So weit so gut bzw. schlecht.

Denn was nur die wenigsten auf dem Schirm haben dürften: Fast alle Transporter und sämtliche Lkws, Busse und sonstigen Fahrzeuge/Maschinen laufen weiterhin mit R134a vom Band. Die EU ist gerade dabei, diesen und andere sogenannte „F“-Stoffe (Flour) künstlich zu verknappen. Denn anders als sein Vorgänger R12 schädigt R134a zwar nicht die Ozonschicht, trägt aber zur globalen Erderwärmung bei. Dennoch wird das altbekannte Mittel auch noch viele weitere Jahre eine wichtige Rolle bei Service und Reparatur von Kfz-Klimaanlagen spielen.