Klimaservice: Nichts als kalte Luft

Autor / Redakteur: Jakob Schreiner / Jakob Schreiner

Das Kältemittel R1234yf ist seit zwei Jahren bei der Fahrzeughomologation Pflicht – eingeführt wurde es deutlich früher. In entsprechend vielen Fahrzeugen ist es verfüllt. Doch längst nicht alle Kfz-Betriebe sind in der Lage, deren Klimaanlage zu warten.

(Bild: copyright by Oliver Boehmer - bluedesign®)

Überlegst du noch oder befüllst du schon? Die überwiegende Mehrheit der freien Kfz-Betriebe hat sich noch nicht entschieden, ob sie sich ein Klimaservicegerät für das „neue“ R1234yf anschaffen sollte, bzw. plant nicht, ein solches anzuschaffen. Das ergab ein früherer „BIX“, die Branchenbefragung von »kfz-betrieb« und der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe. Zwar sind rund zwei Drittel der Markenbetriebe – wohl durch Herstellervorgaben getrieben – mit einer entsprechenden Servicestation ausgerüstet, aber eben nicht alle.

Auch wenn die Einführung des R1234yf-Kältemittels eine jahrelange Odyssee war – spätestens seit dem 1. Januar 2017 verlangt die europäische Gesetzgebung, dass alle neu zugelassenen Fahrzeuge mit einem Kältemittel mit einem GWP-Wert < 150 ausgerüstet sein müssen. In der nächsten Evolutionsstufe wird mit großer Wahrscheinlichkeit CO2 für die kalte Luft im Fahrzeug sorgen – bis es allerdings so weit ist, wird unweigerlich der Fahrzeugbestand mit R1234yf wachsen, und diese Fahrzeuge werden noch einige Jahre zum Service in die Werkstatt kommen.