Klimaservice: Zwei müssen es sein

Autor / Redakteur: Bernd Reich / Steffen Dominsky

Ein Klimaservicegerät für das R1234yf wird zunehmend zur Standardausstattung in den Kfz-Betrieben. Denn der Bestand an Fahrzeugen mit dem neuen Kältemittel wächst immer schneller.

Der Bedarf an Klimaservicegeräten steigt – Grund genug für AVL Ditest, mit eigenen Geräten in den Markt einzusteigen.
Der Bedarf an Klimaservicegeräten steigt – Grund genug für AVL Ditest, mit eigenen Geräten in den Markt einzusteigen.
(Foto: AVL)

Die Diskussionen um die Einführung des Kältemittels R1234yf für Autoklimaanlagen sind bis heute beispiellos. Obwohl das Kältemittel aufgrund seines geringeren Einflusses auf die Erderwärmung ausgewählt worden war, kämpften vor allem Umweltverbände mit harten Bandagen gegen den R134a-Nachfolger. Fakt aber ist, dass weltweit acht Millionen Fahrzeuge mit R1234yf-Klimaanlagen an Bord unterwegs sind – davon inzwischen vermutlich deutlich mehr als eine Million in Deutschland. Und für diese Fahrzeuge müssen Kfz-Betriebe den Klimaservice anbieten können.

Ein Problem ist bekanntlich, dass R1234yf als hoch entzündliches Gas eingestuft ist, während R134a als nicht entflammbar gilt. Die ersten Prototypen der R1234yf-Klimaservicegeräte waren daher mit Anschlüssen für eine Abgasabsauganlage ausgestattet, um das Explosionsrisiko zu reduzieren. Bei den Seriengeräten findet sich heute eine automatische Gehäuseentlüftung, um bei Undichtigkeiten austretendes R1234yf aus dem Klimaservicegerät zu führen. Die Elektronik der Geräte ist vom gasführenden Teil abgeschirmt – so kann sich eventuell austretendes Kältemittel nicht entzünden.