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Rückruf Knapp 50.000 Mercedes-Nutzfahrzeuge müssen zur Durchsicht

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Andreas Grimm

Rund 10.000 in diesem Jahr gebaute Mercedes Sprinter müssen für maximal zwei Stunden in die Werkstatt, weil Bremsflüssigkeit austreten könnte. Nochmals deutlich mehr Pick-ups der Baujahre 2017 bis 2019 betrifft ein zweiter Rückruf wegen der Lenkhydraulikflüssigkeit.

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Weltweit fast 40.000 Modelle der Mercedes X-Klasse steht ein außerplanmäßiger Besuch in der Werkstatt bevor.
Weltweit fast 40.000 Modelle der Mercedes X-Klasse steht ein außerplanmäßiger Besuch in der Werkstatt bevor.
(Bild: Daimler)

Die Daimler-Nutzfahrzeugsparte hat auf Anfrage je eine Rückrufaktion für den Sprinter und die X-Klasse bestätigt. Betroffen sind Transporter der Baureihen 907 und 910 aus dem Produktionszeitraum Januar bis Oktober dieses Jahres, sowie Pick-ups der Baureihe 470, die zwischen August 2017 und November 2019 vom Band liefen.

Im Fertigungsprozess der Sprinter-Modelle könne es zu Beschädigungen der äußeren Schicht der Bremsschläuche an der Vorder- und Hinterachse gekommen sein, so eine Konzernsprecherin. „Sollte dies der Fall sein, könnte der Bremsschlauch im Laufe der Zeit undicht werden und Bremsflüssigkeit austreten. Dies würde die Bremsleistung und die Spurtreue des Fahrzeugs beeinträchtigen“, erklärte sie.

Die Vertragswerkstatt prüft aus diesem Grund den Zustand aller Bremsschläuche und erneuert sie gegebenenfalls. Die Reparaturdauer steht in Abhängigkeit des Prüfergebnisses. Maximal sind für die Aktion mit dem internen Code „VS3MONTLAU (4296091)“ zwei Stunden vorgesehen. Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) geht es weltweit um 9.600 Sprinter, davon etwas über 3.000 Einheiten in Deutschland.

Deutlich mehr Fahrzeuge sind vom Rückruf „VS4LENKUNT (4694257)“ betroffen, nämlich weltweit knapp 39.500 Exemplare der X-Klasse, davon 7.533 in Deutschland. Sie könnten eine Undichtigkeit an einem Hydraulikleitungsanschluss am Lenkgetriebe aufweisen. „Die aufzubringenden Lenkkräfte durch den Fahrer infolge einer nachlassenden Lenkkraftunterstützung steigen mit abnehmender Menge Lenkhydraulikflüssigkeit“, sagte die Sprecherin. Für die Prüfung der Verschraubung der Lenkhydraulikleitung und die Sicherstellung des erforderlichen Anzugsmoments seien maximal zwei Stunden erforderlich.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist