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Knorr-Bremse holt Siemens-Manager Mrosik als neuen Vorstandschef

Autor / Redakteur: dpa / Viktoria Hahn

Nachdem sich Vorstandschef Bernd Eulitz mit einem Aufsichtsratsmitglied überworfen hatte, verließ der Manager den Spezialisten für Zug- und Lkw-Bremsen vor Kurzem nach nur zehn Monaten. Nun hat Knorr-Bremse einen Nachfolger gefunden.

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Der Aufsichtsrat bestellte den Siemens-Manager Jan Michael Mrosik mit Wirkung zum 1. Januar zum Vorstandsvorsitzenden von Knorr-Bremse.
Der Aufsichtsrat bestellte den Siemens-Manager Jan Michael Mrosik mit Wirkung zum 1. Januar zum Vorstandsvorsitzenden von Knorr-Bremse.
(Bild: Siemens)

Der Bremsenhersteller Knorr-Bremse bekommt wieder einen neuen Chef. Der Aufsichtsrat des Unternehmens bestellte den Siemens-Manager Jan Michael Mrosik am Mittwoch mit Wirkung zum 1. Januar zum Vorstandsvorsitzenden, wie der Konzern in München mitteilte.

Mrosik war zuletzt Chief Operating Officer des Siemens-Bereichs Digital Industries. Sein Vorgänger bei Knorr-Bremse, Bernd Eulitz, war Ende August nach nur zehn Monaten Knall auf Fall ausgeschieden.

Mrosik will Digitalisierung vorantreiben

„Tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten“ mit Aufsichtsratschef Klaus Mangold bei „Fragen der Führung und der aktiven Gestaltung unternehmerischer Belange“ hätten eine weitere Zusammenarbeit unmöglich gemacht, verlautete damals. Eulitz Vorgänger Klaus Deller war im April 2019 wegen „unterschiedlicher Auffassungen von Führung und Zusammenarbeit“ ebenfalls überraschend ausgeschieden.

Aufsichtsratschef Mangold sagte, mit dem promovierten Ingenieur Mrosik habe Knorr-Bremse einen Manager mit viel Kompetenz in der Führung komplexer Unternehmenseinheiten gewonnen. Der designierte Vorstandschef sagte, er wolle insbesondere die Digitalisierung vorantreiben.

Unternehmen rechnet 2020 mit fast 7 Milliarden Euro Umsatzrückgang

Großaktionär Heinz Hermann Thiele war im Juni 2020 nach vier Jahren Pause wieder in den Aufsichtsrat von Knorr-Bremse eingezogen. Der 79-Jährige hält mit seiner Familie zwei Drittel des Konzerns und hat zuletzt als Lufthansa-Großaktionär Schlagzeilen gemacht. Thieles Tochter Julia gehört dem Kontrollgremium ebenfalls an.

Knorr-Bremse hatte im vergangenen Jahr 632 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet. Der Spezialist für Zug- und Lkw-Bremsen rechnet dieses Jahr mit einem Umsatzrückgang von 6,9 Milliarden auf 5,8 bis 6,2 Milliarden Euro und einem deutlich geringeren Betriebsergebnis.

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