Skoda Kodiaq-Facelift verzichtet auf den leistungsstärksten Diesel

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Im fünften Jahr seines Verkaufszyklus bringt Skoda eine überarbeitete Variante des Erfolgs-SUV Kodiaq auf den Markt. Das Modell übernimmt in der Frontansicht die weiterentwickelte Skoda-Designsprache. Ansonsten fällt beim Top-Modell RS die Motorisierung ins Auge.

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Skoda hat den überarbeiteten Kodiaq vorgestellt.
Skoda hat den überarbeiteten Kodiaq vorgestellt.
(Bild: Auto-Medienportal.Net/Skoda)

Mit weltweit über 600.000 verkauften Einheiten hat sich der Skoda Kodiaq zu einem Bestseller entwickelt. Seit 2016 befindet sich das Flaggschiff der Tschechen auf den Markt, zum Juli 2021 gibt es für das 4,70 Meter lange SUV eine Modellpflege. Am deutlichsten geben sich die Retuschen an der Frontpartie zu erkennen. Ein mächtiger Hexagonal-Kühlergrill gepaart mit schmaleren Scheinwerfern sowie einem breiten Lufteinlass verleihen dem Mittelklasse-SUV einen frischen Look.

Darüber hinaus zählen LED-Scheinwerfer nun zum serienmäßigen Lieferumfang, auf Wunsch ist erstmals LED-Matrix-Licht verfügbar. Die ebenfalls in LED-Technik ausgeführten Rückleuchten tragen ein neues Layout und der am Dach angeflanschte Heckspoiler fällt größer als bisher aus. Er soll die Aerodynamik verbessern.

Auch im Innenraum präsentiert sich der Kodiaq leicht geliftet. Neu im Programm sind die optional erhältlichen Ergonomie-Sitze, die neben einer Belüftung auch eine Massagefunktion eingebaut haben. Weiterhin lässt sich das SUV mit einem virtuellen Cockpitdisplay aufrüsten, während das Serienlenkrad sowie das Sportlenkrad der Varianten Sportline und RS umgestaltet wurden. Darüber hinaus hat die LED-Ambientebeleuchtung erweiterte Funktionen erhalten und für das 575 Watt starke Soundsystem von Canton gibt es nun zehn statt wie bisher acht Lautsprecher.

Nachgelegt hat Skoda auch beim Multimediasystem. Der bis zu 9,2 Zoll große Touchscreen im Kodiaq verfügt über eine integrierte SIM-Karte und ist jetzt permanent online. Deshalb versteht die Sprachassistentin Laura jetzt nicht nur ganze Sätze, auch Radiosender lassen sich nun online hören oder der aktuelle Wetterbericht auf dem Display abrufen. Zudem können Smartphones nun kabellos ins Infotainment eingebunden werden. Die Assistenzsysteme wurden um den proaktiven Insassenschutz erweitert, der nun auch bei heckseitigen Auffahrunfällen aktiv wird.

Benziner statt Diesel für den Kodiaq RS

Eine weitere Neuerung betrifft das sportliche Topmodell Kodiaq RS. Der bisherige Diesel hat ausgedient, stattdessen gibt es einen modernen Zweiliter-Benziner aus der EVO-Familie. Mit 180 kW/245 PS leistet der neue TSI nun fünf PS mehr als der alte TDI und ist um gut 60 Kilogramm leichter als der Diesel. Die Kraftübertragung erfolgt beim RS über ein serienmäßiges Siebengang-DSG sowie permanenten Allradantrieb.

Ansonsten ändert sich nichts beim Motorenprogramm. Der frontgetriebene Einstiegsbenziner beginnt nach wie vor bei 110 kW/150 PS. Daneben bleiben der 140 kW/190 PS starke Benziner sowie die beiden Diesel mit 110 kW/150 PS und 147 kW/200 PS im Programm. Auf einen Hybriden oder etwa eine rein elektrifizierte Variante verzichtet die tschechische VW-Tochter vorerst. Das muss aber nichts heißen, einerseits steht – Stichwort Enyaq – die Elektrifizierung von Skoda erst am Anfang, andererseits sammelt man derzeit reichlich Erfahrung mit Hybriden bei anderen Modellen.

Was der geliftete Kodiaq letztendlich kosten wird, lässt Skoda ebenfalls noch offen. Die Preise dürften jedoch leicht steigen, der Einstieg künftig oberhalb von 30.000 Euro beginnen. Zu den Kodiaq-Konkurrenten zählen etwa der Kia Sorento und der Peugeot 5008 sowie – auch wenn man es nicht gerne hört – konzernintern der VW Tiguan Allspace.

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