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Kölner Kfz-Betriebe bieten Corona die Stirn

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Doris Pfaff

In der Domstadt halten Betriebe ihre Werkstätten in der laufenden Krise geöffnet, verzeichnen aber Auftragsrückgänge. Mehr als jedes dritte Autohaus hat laut einer Umfrage der Innung Kurzarbeit.

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Innungsmeister Rolf Mauss aus Köln.
Innungsmeister Rolf Mauss aus Köln.
(Bild: Kfz-Innung Köln)

Die Corona-Krise fordert die Kfz-Betriebe in besonderem Maße und stellt sie vor nie gekannte Aufgaben. Wie eine Umfrage der Innung Köln unter Obermeister Rolf Mauss ergab, berichten 85 Prozent der Betriebe von spürbaren Auftragsrückgängen und damit von einer sinkenden Auslastung. Für die nächsten Wochen rechnen die Betriebe mit keiner Besserung und richten sich auf weitere Rückgänge ein.

Rund 35 Prozent der Autohäuser und Werkstätten beanspruchen bereits Kurzarbeitergeld, weitere 48 Prozent haben inzwischen Anträge auf Kurzarbeit gestellt. Um den Betrieb aufrechterhalten zu können, hat aber die Mehrheit der Betriebe (69 Prozent) noch immer alle Mitarbeiter im Einsatz und niemanden ganz nach Hause geschickt. Wegen fehlender Kinderbetreuung müssen 18 Prozent der Betriebe auf Mitarbeiter verzichten.

Um bei Kundenkontakten das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten, wurden Abstandsbereiche in der Auftragsannahme eingerichtet, Mitarbeiter arbeiten hinter Wänden aus Kunststoffglas. Fahrzeugschlüssel werden kontaktlos übergeben. Und der Nachttresor hilft bei der Schlüsselabgabe nach Feierabend.

Auch in Kfz-Betrieben gibt es für bestimmte Tätigkeiten die Möglichkeit von zu Hause zu arbeiten. 17 Prozent der Kölner Kfz-Unternehmen haben Mitarbeiter im „Home-Office“. Neben der Kurzarbeit werden in den Betrieben Überstunden abgebaut (18 Prozent) und es wird Zwangsurlaub verordnet (10 Prozent). Nur 5 Prozent haben Kündigungen ausgesprochen.

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