Königsklasse des Handwerks

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Autohäuser und Kfz-Werkstätten engagieren sich für den Nachwuchs. Auf ihrer Freisprechung hat die Kfz-Innung München-Oberbayern 568 Nachwuchskräfte ins Berufsleben geschickt.

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Gratulation: Auf ihrer Feier sprach die Kfz-Innung München-Oberbayern 568 Nachwuchskräfte frei.
Gratulation: Auf ihrer Feier sprach die Kfz-Innung München-Oberbayern 568 Nachwuchskräfte frei.
(Foto: Zietz)

Allein die Zahlen sind beeindruckend: Die Kfz-Innung München-Oberbayern spricht in diesem Jahr 872 Auszubildende von ihrem Lehrvertrag frei. Auf ihrer größten Freisprechungsfeier, die die Innung im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse veranstaltete, wurden 568 Kfz-Mechatroniker und Automobilkaufleute ins Berufsleben geschickt.

Die Leistungen der jungen Menschen seien beeindruckend, lobte Wilhelm Bairlein. Der stellvertretende Obermeister der Kfz-Innung München-Oberbayern war Stolz auf die Nachwuchskräfte der Innung. Und die Autohäuser und Werkstätten legen nach: Die Ausbildungszahlen der Münchner Innung werden in den nächsten Jahren weiter ansteigen.

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Den Nachwuchskräften blüht eine rosige Zukunft. „Die Aussichten für Berufsabsolventen im Großraum München sind gut“, betonte Bairlein. Bereits im Herbst vergangenen Jahres wurde über 1.200 technische Auszubildende und mehr als 100 kaufmännische Azubis von den Kfz-Betrieben der Innung neu eingestellt.

Anders könnte es aus Sicht von Josef Schmid, Zweiter Bürgermeister der Stadt München, bald für die Unternehmen in der Region aussehen. Denn rund 1.800 Arbeitsplätze konnten mangels Bewerber im vergangenen Jahr nicht besetzt werden. Die Stadt München plant nun Maßnahmen: Sie will jungen Flüchtlingen Ausbildungsplätze vermitteln. „Wir müssen alte Sichtweisen und Scheuklappen der Vergangenheit konstruktiv überwinden“, forderte Schmid.

Zudem hob der Zweite Bürgermeister die Bedeutung des Autos hervor. „Auch in Zukunft wird es in der Landeshauptstadt nicht ohne den Individualverkehr gehen“, stellte Schmid klar. Neben dem Öffentlichen Personennahverkehr setzen die Münchner Politiker auf Fahrrad und Auto. Demnächst soll der Englische Garten untertunnelt werden.

Klaus Dieter Breitschwert, Präsident und Landesinnungsmeister des Kfz-Gewerbes Bayern, hob in seiner Ansprache die große Bedeutung hervor, die das Auto im Leben vieler Menschen spielt. Auch die Betriebe müssten vor neuer Technik keine Angst haben. Ob das Fahrzeug mit Benzin, Diesel oder Strom angetrieben werde, „Wartung und Reparatur übernimmt immer die Kfz-Werkstatt“. Allein in München und Oberbayern sind rund 2,5 Millionen Fahrzeuge zugelassen. Die Berufsaussichten in Bayern sind gut. „Wir sind in Bayern die Königsklasse des Handwerks“, sagte Breitschwert.

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