Mercedes EQA Kompakt-SUV für premiumfreudige Vorstädter

Autor / Redakteur: ampnet / Andreas Grimm

Der EQA ist der elektrifizierte Zwilling des GLA und das dritte E-Mobil der Schwaben. Den Passagieren fehlt es darin an nichts, der Autobauer spendiert zahlreiche Sicherheitsfeatures, Reichweite und ein länderübergreifendes Ladenetzwerk sind praxistauglich.

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Mercedes bringt sein drittes E-Auto in den Verkauf: den EQA.
Mercedes bringt sein drittes E-Auto in den Verkauf: den EQA.
(Bild: Daimler)

Daimler beackert inzwischen ein weites Feld. Neben Mercedes-Benz gedeihen in den Sindelfinger Gewächshäusern auch AMG und neuerdings wieder Maybach sowie als jüngste Produktfamilie Mercedes EQ. Die „Electric Intelligence“ – eben EQ – eröffnet die Grüne Woche in Stuttgart mit dem Modell EQA 250.

Mit dem „A“ gibt sich der Neue als kleinster einer Reihe von Produkten aus dem ökologischen Autobau erkennbar und bekennt sich gleichzeitig nicht nur mit seinem Design zu seiner engen Verwandtschaft mit dem Mercedes-Benz GLA, dem erfolgreichen Kompakt-SUV. Die Preise in Deutschland beginnen bei 47.540 Euro für den Einstieg, allerdings nur mit Frontantrieb.

Los geht es im Verkauf mit dem EQA 250 mit 140 kW und einer Reichweite nach WLTP von 426 Kilometern. Weitere Varianten für spezielle Kundenwünsche werden folgen, zum einen ein Allradmodell mit einem zusätzlichen elektrischen Antriebsstrang (E-ATS) und Leistungen jenseits der 200 kW, zum anderen eine Version mit über 500 Kilometern Reichweite nach WLTP.

Mercedes EQA: Kompakt-SUV fürs Öko-Gewissen
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Mercedes-EQ sieht den Schlüssel zu großen Reichweiten nicht nur in energiereicheren größeren Batterien, sondern auch – genau wie beim Verbrennungsmotor – in einem sparsameren Umgang mit dem Speicherinhalt durch Verbesserung aller Fahrzeug-Komponenten und -Verhaltensweisen. Dazu zählt vorausschauendes Fahren – am besten automatisch. Die Navigation kalkuliert mit „Electric Intelligence“ eine Route, die am schnellsten ans Ziel führt. Dabei werden Ladestopps ebenso berücksichtigt wie etwa die Topografie und das Wetter. Auch auf Änderungen der Verkehrssituation und des persönlichen Fahrverhaltens kann das System dynamisch reagieren.

Anpassungen im Dienste der Reichweite

Ein weiterer Punkt ist ein geringer Luftwiderstand, der höhere Effizienz bringt. Der EQA ist das erste Modell der Mercedes-EQ-Familie, dessen Aerodynamik-Entwicklung komplett digital stattfand. Abschließende Messungen im Windkanal bestätigten mit einem cw-Wert ab 0,28 die hohe Qualität der Simulation. Die Effizienz stand auch bei der Thermoarchitektur im Mittelpunkt: Die Abwärme des elektrischen Antriebs kann dank der Wärmepumpe für die Kabinenheizung genutzt werden. Vor dem Start kann beim EQA zudem der Innenraum vorklimatisiert werden.

Jedermann weiß, dass Elektroautos so gut wie geräuschlos fahren. Doch in Wirklichkeit erleben Insassen oft sogar unangenehme Geräuschkulissen. Um ein hohes Maß an Geräusch- und Schwingungskomfort zu erhalten, wurde deswegen beim EQA der elektrische Antrieb von Fahrwerk und Karosserie entkoppelt und zahlreiche Dämmungen eingebaut, um die Luftschallübertragung zu vermindern. Nach unserer ersten Probetour mit dem EQA können wir den Stuttgartern den Erfolg bestätigen. Das Geräuschniveau entspricht genau den Erwartungen: Es hält sich sehr im Hintergrund.

Die umfassende Ausstattung für Assistenzsystemen bremst nun auch vor stehenden Fahrzeugen und die Fahrbahn querenden Fußgängern. Weitere neue Funktionen sind:

  • Überwachung beim Abbiegen,
  • die Rettungsgassenfunktion,
  • die Funktion zur Warnung der Aussteigenden vor herannahenden Radfahrern oder Fahrzeugen,
  • die Warnung vor erkannten Personen im Bereich von Zebrastreifen.

Weitere Verbesserung der passiven Sicherheit

Für die passive Sicherheit sorgt bei der Batterie der Rahmen aus Strangpressprofilen. Im vorderen Bereich der Batterie kann ein sogenanntes Batterieschutzschild den Energiespeicher vor dem Eindringen von Fremdkörpern bewahren und so auch Folgeschäden verhindern. Ebenfalls serienmäßig sind Fahrer- und Beifahrer-Airbag, Fahrer-Knieairbag und Windowbags. Die Windowbags decken die erste und zweite Sitzreihe ab. Thorax-Pelvis-Sidebags sind vorne ebenfalls serienmäßig und in der zweiten Sitzreihe als Sonderausstattung erhältlich.

Der EQA zeigt die für Mercedes-EQ typische Frontgestaltung: einen Black-Panel-Grill mit Zentralstern. Weiteres Designmerkmal: Ein horizontaler Lichtleiter verbindet die beiden Tagfahrleuchten der Voll-LED-Scheinwerfer miteinander und sorgt für eine hohe Wiedererkennbarkeit bei Tag wie Nacht. EQ typisch sind auch die blauen Streifen in den Scheinwerfern. Die LED-Heckleuchten gehen nahtlos in das sich verjüngende LED-Leuchtband über und zeigen auch hinten für einen eigenständigen Auftritt.

Zum Serienumfang des EQA zählen unter anderem LED High Performance-Scheinwerfer mit adaptivem Fernlicht-Assistenten, der Heckklappe mit elektrischer Betätigung, 18 Zoll große Leichtmetallräder, Ambientebeleuchtung mit 64 Farben, Doppel-Cupholder, Komfortsitze mit vierfach verstellbarer Lordosenstütze, Rückfahrkamera für mehr Übersicht und Komfort beim Rangieren sowie ein Multifunktions-Sportlenkrad in Leder. Serienmäßig an Bord sind ferner das intuitiv bedienbare Infotainmentsystem MBUX (Mercedes-Benz User Experience) sowie die Navigation mit Electric Intelligence. Individualisieren lässt sich der Neue mit den beiden Ausstattungslinien Electric Art und AMG Line sowie dem Night-Paket.

Laden in 31 Ländern leicht gemacht

Über „Mercedes Me Charge“ können Kunden das derzeit größte Ladenetzwerk weltweit nutzen: Aktuell verfügt es über 450.000 AC- und DC-Ladepunkte in 31 Ländern. Sie bekommen darüber auch Zugang zu Ladesäulen verschiedener Anbieter, auch über Landesgrenzen hinweg. Über das für den EQA 250 optionale Ionity-Paket soll an diesen Schnellladesäulen nur ein Strompreis von 0,29 €/kWh fällig werden.

Fazit: Wer den elektrischen Antrieb nicht dazu nutzen will, sein Autoleben gleich komplett auf wilde Avantgarde umzubauen, sondern seine bisherigen Vorstellungen vom soliden und komfortablen Auto mit möglichst hohem Intelligenzquotienten in die neue Ära mitnehmen möchte, der sitzt im EQA gut, besonders wenn zu den Vorlieben auch noch das Leben in einem SUV zählt. Die Reichweite von rund 400 km machen aber auch aus dem EQA keinen Langstreckler, sondern das perfekte Fahrzeug für Menschen, die im Speckgürtel der Großstädte leben.

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