Korrosionsschutz: Kleben und dichten

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Alle paar Jahre taucht sie wieder auf, die braune Pest. Auch Ford war in den 2000ern mit dem damaligen Mondeo betroffen. Was die Marke heute tut, um Rost zu vermeiden, zeigte sie im Werk in Saarlouis.

Besonders wichtig ist der Korrosionsschutz an gefalzten Kanten, wie hier an der Motorhaube.
Besonders wichtig ist der Korrosionsschutz an gefalzten Kanten, wie hier an der Motorhaube.
(Bild: Rosenow/»kfz-betrieb«)

Obwohl die Werkstoffauswahl im Karosseriebau immer größer wird, hat der gute alte Stahl seine absolute Vorrangstellung behalten. Er ist preisgünstig, leicht zu verarbeiten und robust – mithin ein ideales Konstruktionsmaterial. Doch mit dem Stahl überlebt auch sein entscheidender Nachteil bis heute und in alle Ewigkeit: die Anfälligkeit für Rost.

Bei jeder Entwicklung einer neuen Karosserie dürften sich zwischen Technikern und Controllern die gleichen Diskussionen abspielen: Wie viel (teurer) Korrosionsschutz ist genug? Und immer mal wieder setzen sich die Controller durch und streichen die eine oder andere Maßnahme – mit dem Ergebnis, dass wegen ein paar Euro pro Auto langwierige Nachbesserungen im Feld nötig sind, die ein Mehrfaches von dem kosten, was die ursprüngliche Einsparung gebracht hat, und ein angekratztes Qualitätsimage übrig bleibt.