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Korrosionsschutz: Väterchen Rosts Albtraum

Autor / Redakteur: Holger Schweitzer / Dr. Holger Schweitzer

Korrosionsschutz ist wie Anti-Aging fürs Auto: Den meisten Fahrern sind Rostränder an Türkanten und Kotflügeln inzwischen fast unbekannt. Volkswagen zeigt, wie man die Fahrzeugaußenhaut vor Wind und Wetter schützt.

Das Wachsfluten bei VW ist patentiert. Durch die Öffnungen strömt 120 Grad Celsius heißes Wachs in Schweller und Hohlräume aller tragenden Teile im unteren Bereich der Karosserie, die oberen Längsträger und Partien der Radhäuser.
Das Wachsfluten bei VW ist patentiert. Durch die Öffnungen strömt 120 Grad Celsius heißes Wachs in Schweller und Hohlräume aller tragenden Teile im unteren Bereich der Karosserie, die oberen Längsträger und Partien der Radhäuser.
(Bild: Volkswagen)

Rastet ein Fahrzeughersteller beim Korrosionsschutz, rostet das Auto von ganz allein. Und für Käufer sind korrodierte Bauteile ein untrügliches Zeichen von fehlender Qualität. Schnell ist dann auch der Ruf einer Marke ruiniert. Damit Autofahrer möglichst lange von Rost verschont bleiben, setzen die Hersteller bereits in der Entwicklung auf konstruktive Rostvorsorge.

Denn selbst bei modernen Stahlblechen nagen auf den Lack geschleuderte Steine kontinuierlich an den Oberflächen. Werden diese im Laufe der Zeit zu stark beschädigt, beginnt durch Umwelteinflüsse wie Wasser und Streusalz sowie Sauerstoff der schleichende und zerstörerische Prozess der Korrosion. Es lässt sich also auch 2020 nur schwer vermeiden, dass Bleche irgendwann zu rosten beginnen. Korrosionsschutz bedeutet demnach, dies so lange wie möglich zu vermeiden.