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Kostenvergleich: E-Autos oft die günstigere Wahl

| Autor / Redakteur: js/sp-x / Jakob Schreiner

Elektroautos gelten aufgrund ihres höheren Anschaffungspreises als kostspielig. Dabei stimmt das im Vergleich mit Dieseln und Benzinern nicht unbedingt, wie der ADAC berechnet hat.

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(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Elektroautos kosten ihre Halter nicht unbedingt mehr als Modelle mit einem konventionellen Antrieb. Bei einem Kostenvergleich des ADAC schnitten vier Stromer günstiger ab als Vergleichsfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Ausschlaggebend für das gute Abschneiden der Stromer waren die vergleichsweise geringeren Wartungs- und Betriebskosten.

So schlug etwa das Tesla Model X mit Kilometerkosten von 131,9 Cent den Audi SQ7 TDI um 5,8 Cent und das Smart Fortwo Coupé EQ (36,9 Cent) ließ das benzingetriebene Cabrio (38,7 Cent) hinter sich. Ebenfalls Kostensieger waren BMW i3S und Hyundai Ioniq.

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Die E-Variante des Golf schlägt zwar das Benzinmodell, hat im Kostenvergleich mit dem Diesel aber das Nachsehen. Teurer als die konventionellen Varianten waren auch das E-Modell des VW Up und der Nissan Leaf. Allerdings musste sich letzterer gegen den einen halben Meter kürzeren Nissan Micra behaupten. Auch andere Vergleichspärchen waren leicht unausgeglichen zusammengestellt.

Bei der Berechnung wurden nur Fahrzeuge miteinander verglichen, die eine ähnliche Motorleistung und Ausstattung aufweisen. Beispielsweise kostet der E-Golf (100 kW) rund 36.000 Euro – das dreitürige Basismodell (63 kW) hingegen 18.075 Euro. Beide seien laut den Testern aber nicht miteinander vergleichbar, da der Stromer eine deutlich höhere Motorleistung und mehr Ausstattung an Board habe. Deshalb habe man sich für die 96 kW starke 1.5-TSI-Variante mit der Highline-Ausstattung entschieden und ein paar weitere Extras hinzugenommen, die beim E-Golf serienmäßig an Board sind. Insgesamt kostet der Benziner so 30.760 Euro und die Differenz bei den Anschaffungskosten beträgt dank der staatlichen Elektroprämie von 4.000 Euro nur noch 2.165 Euro.

So wurde berechnet

Beim Kraftstoff- bzw. Stromverbrauch wurden keine Herstellerwerte verwendet, sondern die Werte, die der ADAC in seinen Autotests ermittelt hat. Berücksichtigt wurden neben dem Kaufpreis inklusive Umweltprämie die Betriebs- und Wartungskosten sowie der Wertverlust. Grundlage aller Berechnungen ist eine Haltedauer von 5 Jahren bei einer Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometern. Eine exakte Berechnungsgrundlage mit allen Faktoren ist auf der Seite des ADAC zu finden.

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