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Kraftstoffe und Services treiben die Autokosten

| Autor: Andreas Grimm

Höhere Preise an der Tankstelle, in der Werkstatt und fürs Autowaschen – das Auto hat sich für die Fahrer in den letzten beiden Jahren deutlich stärker verteuert als die allgemeinen Lebenshaltungskosten. Andere Mobilitätsangebote verteuern sich nicht so deutlich.

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Die Kosten für die automobile Mobilität sind in den letzten beiden Jahren deutlich gestiegen.
Die Kosten für die automobile Mobilität sind in den letzten beiden Jahren deutlich gestiegen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die Kosten für Autofahrer steigen schneller als die allgemeinen Lebenshaltungskosten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung des Statistischen Bundesamts (Destatis) anlässlich der IAA 2019. Den Angaben zufolge sind die Aufwendungen gemessen am sogenannten Kraftfahrer-Preisindex seit der letzten Messe-Veranstaltung im September 2017 um 4,6 Prozent gestiegen.

Damit liegt die Steigerung der Kosten für Erwerb, Unterhalt und Betrieb eines Autos über dem allgemeinen Anstieg der Verbraucherpreise. Dieser Index hat den Angaben zufolge zwischen September 2017 und Juli 2019 um 3,4 Prozent zugelegt (Zahlen für den August liegen noch nicht vor).

Ein wesentlicher Kostentreiber für die Automobilität ist vor allem der seit Herbst 2017 deutlich gestiegene Kraftstoffpreis. So war Superbenzin an den deutschen Tankstellen im Juli 2019 um 8,5 Prozent teurer als im September 2017, die Kosten für Diesel stiegen sogar um 10,5 Prozent. Gleichzeitig steigen die Preise für Neuwagen schneller als die Inflationsrate: Derzeit zahlen Autokäufer 4,1 Prozent mehr als vor zwei Jahren. Die Gebrauchtwagenpreise stiegen im betrachteten Zeitraum hingegen nur um 2,0 Prozent.

Deutlich gestiegen sind in dem Zeitraum laut Destatis die Aufwendungen für einen Werkstattaufenthalt. Er verteuerte sich für den Autofahrer um 6,8 Prozent. Und auch die Autowäsche wird zum Preistreiber. Um das Auto zum Glänzen zu bringen, muss der Fahrer um 5,7 Prozent tiefer in die Tasche greifen als vor zwei Jahren.

Alternativen werden auch teurer – aber nicht so sehr

Die Preise für die Nutzung anderer Verkehrsmittel stiegen nicht ganz so stark wie die Preise rund um das Auto: Bahntickets waren im Juli 2019 3,8 Prozent teurer als im September 2017, im kombinierten Personenverkehr (Kombitickets ÖPNV, also Bus, S-/U-Bahn, Straßenbahn) mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher 3,2 Prozent mehr bezahlen. Noch schwächer waren die Preiserhöhungen bei E-Bikes oder Pedelecs: Seit der IAA 2017 stiegen die Preise hier nur um 1,7 Prozent. Die Preise für klassische Fahrräder ohne Motor blieben sogar nahezu unverändert. Sie kletterten nur um 0,6 Prozent.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«