Kunzmann hat aus seiner Website eine Vertriebsplattform gemacht

Autor: Jan Rosenow

2020 will das Aschaffenburger Unternehmen bei seinem Umbau zum digitalen Autohaus die Ziellinie überqueren. Ein Sieg beim Digital Automotive Award käme da gerade recht. Und die „Kunzmänner“ gehen mit vielen guten Argumenten ins Rennen.

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Geschäftsführer Karl Diehm (hinten links), Markus Gold (hinten rechts), Steffi Schmeck und Dennis Ostner erklärten der Jury des Awards ihr Digitalisierungsprojekt.
Geschäftsführer Karl Diehm (hinten links), Markus Gold (hinten rechts), Steffi Schmeck und Dennis Ostner erklärten der Jury des Awards ihr Digitalisierungsprojekt.
(Bild: Rosenow/»kfz-betrieb«)

Dass die Digitalisierung kein Selbstzweck ist, sondern ein Mittel, Abläufe zu verbessern und seine Kunden besser zu bedienen, das hat sich in der Branche mittlerweile herumgesprochen. Doch so konsequent wie das Aschaffenburger Autohaus Kunzmann, ein Mercedes-Benz-Partner mit zehn Standorten in der Rhein-Main-Region, gehen wohl nur wenige Betriebe vor: „Jede Maßnahme muss Mehrwert für das Autohaus und für die Kunden bringen“, fasst Markus Gold, Leiter Business Development und Forschung/Entwicklung, die Maxime zusammen.

Die Kunzmann-Strategie „Das digitale Autohaus 2020“, im Juni 2016 gestartet, liegt voll im Zeitplan. Aus der Vielfalt der Projekte, die das Unternehmen seither umgesetzt hat, soll hier nur der Onlineshop als Beispiel herangezogen werden. Zusammen mit dem Kundenportal, in dem die Kunden einen Account anlegen und ihre Fahrzeugdaten abspeichern können, hat dieser die klassische Unternehmenswebsite zu einer Vertriebsplattform gemacht.

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Kunzmann hat den Onlineshop komplett selbst programmiert und dabei Features umgesetzt, die dem Endkunden den Einkauf deutlich erleichtern. So funktioniert die Modellauswahl beispielsweise nicht ausschließlich über die kryptischen Baureihenbezeichnungen, sondern für jedes Modell ist ein Foto hinterlegt. Der Nutzer bekommt im Weiteren ausschließlich die Produkte angezeigt, die zu seinem Auto passen.

Ganz neu ist die Recommendation Engine, die dem Kunden à la Amazon Vorschläge für weitere Einkäufe macht. „Diese Vorschläge sorgen für einen zusätzlichen Umsatz von 20 Prozent“, berichtet Markus Gold. Apropos Amazon: Auf der amerikanischen Verkaufsplattform ist Kunzmann nicht präsent, weil sich das finanziell nicht lohnt. Der Anspruch des Unternehmens ist vielmehr, dem Kunden ein Online-Shopping-Erlebnis zu bieten, das dem auf Amazon in Nichts nachsteht.

Preisverleihung am 28. September in Würzburg

Welche Maßnahmen das Autohaus Kunzmann in seinem Digitalisierungsprojekt sonst noch umgesetzt hat – und was die nächsten Schritte sein werden –, das erfahren Sie bei der Preisverleihung zum Digital Automotive Award. Kunzmann ist einer der Bewerber um diesen neuen Preis und hat es mit seinem Digitalisierungsprojekt in die Top Ten geschafft.

Die genaue Platzierung wird am 28. September im Rahmen der exklusiven Vorabendgala zu den „Digital Automotive Days“ in Würzburg bekannt gegeben. Melden Sie sich hier zur Preisverleihung auf dem Bürgerbräu-Gelände in Würzburg an! Die Veranstaltung erfolgt unter der Maßgabe aktueller Hygienebedingungen.

»kfz-betrieb« verleiht den Digital Automotive Award in diesem Jahr zum ersten Mal. Im Rahmen des Wettbewerbs honoriert die Fachmedienmarke zusammen mit den Partnern Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK), Continental, Mobile.de und TÜV Nord Mobilität Anstrengungen von Autohäusern und Werkstätten rund um die Digitalisierung. Im Mittelpunkt stehen dabei Leuchtturmprojekte der Betriebe.

Die Bekanntgabe der Platzierungen beginnt um 19 Uhr, Einlass ist ab 18:30 Uhr. Mehr Informationen erhalten Sie im Internet unter www.digital-automotive-award.de.

Die Teilnahme an der Preisverleihung ist für Besucher der Digital Automotive Days am Folgetag kostenfrei (sonst 89 Euro). Melden Sie sich jetzt zu den Digital Automotive Days im Vogel Convention Center an!

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group