Chipkrise Kurzarbeit im Mercedes-Werk Rastatt

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Wehner

Erneut kommt es in dem Mercedes-Werk zu Produktionseinschränkungen. Weltweit sollen die Fabrikstandorte von Mercedes dagegen weitgehend uneingeschränkt weiterlaufen.

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(Bild: Daimler)

Wegen des Mangels an elektronischen Bauteilen soll es in der kommenden Woche im Rastatter Mercedes-Benz-Werk Kurzarbeit geben. Das teilte eine Sprecherin von Mercedes-Benz Cars & Vans am Freitag auf Anfrage in Stuttgart mit. Zuvor hatte die Tageszeitung „Badische Neueste Nachrichten“ darüber berichtet. Das Werk hat mehr als 6.500 Beschäftigte und eine führende Rolle im Daimler-Produktionsverbund für Kompaktfahrzeuge. 1997 lief dort die erste A-Klasse von Mercedes-Benz vom Band.

Die „Fahrweise“ der Fabrik werde angepasst. Das werde „für die Beschäftigten größtenteils über Kurzarbeit ausgeglichen“, so die Sprecherin. Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen sind, blieb offen. Global sollen die Werke von Mercedes-Benz in der kommenden Woche (ab 25. Oktober) hingegen „größtenteils uneingeschränkt“ laufen.

Im Sommer hatte es wegen der Chipkrise bereits an mehren Standorten Produktionseinschränkungen gegeben, darunter auch in Rastatt. Wegen des Halbleitermangels gab es einen deutlichen Einbruch der Verkaufszahlen. Die Marke Mercedes-Benz lieferte von Juli bis September weltweit 428.361 Autos aus – das waren über 30 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Viele Hersteller werden von dem Engpass bei elektronischen Halbleitern geplagt. Die Produktion der Chips in Asien war in mehreren Ländern infolge von coronabedingten Lockdowns unterbrochen worden. Zudem richteten Hersteller die Produktion für andere Branchen aus.

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