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Ladesäulen: „Wie der Reifenwechsel 2.0“

| Autor / Redakteur: Das Gespräch führte Jakob Schreiner / Jakob Schreiner

Die öffentliche Ladeinfrastruktur wird anteilig mit dem Bestand an E-Autos wachsen. Für Architekt und Berater Jürgen Papadopoulos sind die Ladesäulen Frequenzbringer, die neue Kundschaft in die Kfz-Betriebe bringen können.

Jürgen Papadopoulus: „Die wenigsten wissen überhaupt, welche Stromkapazitäten sie im Betrieb zur Verfügung haben.“
Jürgen Papadopoulus: „Die wenigsten wissen überhaupt, welche Stromkapazitäten sie im Betrieb zur Verfügung haben.“
(Bild: Schreiner/»kfz-betrieb«)

Jürgen Papadopoulos: Vieles dreht sich darum, wo die Reise hingeht. Wie kann der stationäre Handel weiterhin erfolgreich sein, wenn sich parallel Direktvertrieb oder Autoabo-Modelle etablieren? Entscheidend dabei wird sein, wie es dem Handel gelingt, den Kunden näher an das Unternehmen zu binden. Denn man muss über jeden Kunden froh sein, der vorbeikommt.

Wie kann die Kundenbindung gelingen?

Unter anderem werden Ladesäulen dabei eine große Rolle spielen. Ich sehe darin eine historische Chance, neue Kunden zu generieren und Bestandskunden regelmäßig zum Besuch zu bewegen, da die Autohäuser Teil der öffentlichen Ladestruktur sind. Es gibt etwa 17.000 öffentliche Ladepunkte, von denen sich rund 10.000 an Autohäusern und Werkstätten befinden. Gerade für Kunden aus den städtischen Gebieten wird sich mit der Etablierung der E-Mobilität die Frage stellen, wo sie ihr Auto laden können. Hier können sich Autohäuser positionieren und das Laden der Fahrzeuge anbieten. Das ist so was wie der Reifenwechsel 2.0 – mit einer höheren Frequenz.