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Lamborghini will mit SUV den Absatz verdoppeln

| Autor: Christoph Seyerlein

2018 soll mit dem „Urus“ der erste Geländewagen von Lamborghini auf den Markt kommen. Er soll den Absatz der Italiener in die Höhe treiben. Auch sein Händlernetz will der Hersteller spürbar ausbauen.

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Lamborghini plant mittelfristig mit einem SUV-Absatz von 3.000 Einheiten pro Jahr.
Lamborghini plant mittelfristig mit einem SUV-Absatz von 3.000 Einheiten pro Jahr.
(Foto: Lamborghini)

Mit Lamborghini will der nächste Autobauer vom anhaltenden SUV-Boom profitieren. Die italienische Sportwagenschmiede hat für 2018 einen Geländewagen angekündigt – und verknüpft damit große Ziele. Das Auto, das wohl auf der bereits bekannten Studie „Urus“ basieren wird, soll bereits 2019 den Jahresabsatz von Lamborghini in etwa verdoppeln, wie ein Sprecher auf Anfrage von »kfz-betrieb« mitteilte.

Im vergangenen Jahr verkaufte der Sportwagenhersteller insgesamt 3.245 Einheiten seiner beiden Serienmodelle Aventador und Huracán sowie einiger Sondereditionen. Langfristig plant die Marke, die Jahres-Produktion der Supersportler auf 3.500 Einheiten zu begrenzen. Übrige Kapazitäten sollen dann in das SUV fließen. Auch im neuen Segment peilt Lamborghini ab 2019 eine Fertigung von 3.500 Modellen pro Jahr an, zitiert die Nachrichtenagentur „Reuters“ Lamborghini-Chef Stefano Domenicali.

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Das SUV werde Lamborghini laut Domenicali „grundlegend verändern“. Bislang ist nur wenig über den Urus bekannt. Der Einstiegspreis wird auf 180.000 Euro geschätzt. Zunächst soll er mit einem Vier-Liter-V8-Biturbo-Motor auf die Straße rollen, bis 2020 will Lamborghini auch eine Plug-in-Hybrid-Version und später eventuell sogar eine rein elektrische Variante anbieten. Auch als Plattform für das autonome Fahren könnte der Urus Domenicali zufolge dienen. Rund 500 Mitarbeiter will Lamborghini nach eigenen Angaben für das Projekt am Hauptsitz im italienischen Sant'Agata Bolognese einstellen.

Um die ehrgeizigen Ziele angehen zu können, will Lamborghini zudem sein Händlernetz ausbauen. Weltweit soll die Zahl der Lamborghini-Partner in den kommenden Jahren von aktuell 135 auf 160 anwachsen. Auch in Deutschland könnten neue Standorte entstehen. „Es ist sicher nicht ausgeschlossen, dass im Rahmen der Händlernetzentwicklung mittelfristig auch in Deutschland der ein oder andere Händler hinzukommt“, sagte der Sprecher gegenüber »kfz-betrieb«. Lamborghini prüfe mögliche Partnerschaften immer im Einzelfall und strebe grundsätzlich langfristige Händlerverträge an. Bislang gibt es hierzulande sechs Lamborghini-Betriebe: in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Nürnberg, Stuttgart und München.

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Die aktuellen Geschäfte auf dem deutschen Markt bewertet Lamborghini positiv. „Wir sind sehr zufrieden, Deutschland war im ersten Halbjahr 2016 mit 145 ausgelieferten Fahrzeugen unter den Top-5-Märkten für Lamborghini“, sagte der Unternehmens-Sprecher. Mehr Autos verkauft die Marke nur in den USA, Japan, Großbritannien und China. Insgesamt steigerte Lamborghini seinen weltweiten Absatz im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent auf 2.013 Einheiten.

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