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Lampenschirm und Tapas-Bar: Seats neue Kundenansprache

| Autor: Andreas Grimm

Das erste Date mit dem angebeteten Auto in der Tapas-Bar, wenn die Beziehung zum Cupra-Status gereift ist, gibt es den passenden Lampenschirm dazu: Seat probiert neue Formen der Kundenanspache – durchaus ohne den Handel.

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Am Rande von Wien startet Seat mit einer Tapas-Bar eine neue Form der Kundenansprache.
Am Rande von Wien startet Seat mit einer Tapas-Bar eine neue Form der Kundenansprache.
(Bild: Seat)

Seat setzt in der Kundenansprache verstärkt auf Lifestyle und südländisches Lebensgefühl. Neuestes Vorhaben ist die Eröffnung einer „Hola Tapas Bar“ am 17. August in Wien. Dafür hat sich der Autobauer mit dem Drei-Sterne-Koch Juan Amador zusammengeschlossen, um die Gäste perspektivisch quasi unter den Blicken von Seat- und Cupra-Modellen mit Speisen der spanischen Küche zu versorgen.

Die Bar bietet nach Seat-Angaben auf 460 Quadratmetern Platz für 80 Gäste. Das Restaurant eröffnet im Einkaufszentrum Auhof Center und ist in zwei Bereiche unterteilt, die jeweils den Marken Seat und Cupra gewidmet sind. Aufgrund der Corona-Pandemie wird das Restaurant zunächst allerdings nur „Tapas to go“ anbieten.

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Mit der Unterteilung in die beiden Bereiche setzt Seat das in Konturen immer deutlicher werdende Konzept fort, die bisherige Submarke Cupra aufzuwerten und eigenständig zu präsentieren. Diese Unterteilung findet sich auch in einem jüngst eröffneten Showroom der Autohausgruppe Scherer.

Mit der Tapas-Bar, die vom Konzept an einen Pop-up-Store erinnert, geht der Autobauer zugleich neue Wege in der Kundenansprache und Kundengewinnung: Indem der Kundenkontaktpunkt dorthin verlagert wird, wo die Menschen sind (zumindest in Nicht-Corona-Zeiten) kann er die klassischen Verkaufspunkte ergänzen. „Wir sind fest davon überzeugt, dass wir mit der ‚Hola Tapas Bar‘ neue Maßstäbe für exklusive Kundenerlebnisse setzen“, sagte Seat-Vertriebschef Wayne Griffiths laut einer Mitteilung.

In der Bar können die Besucher laut dem Hersteller neben dem Verzehr von – spanischen – Speisen aktuelle Seat- und Cupra-Modelle direkt in Augenschein nehmen. Weiterführende Informationen und die Präsentation der anderen, nicht ausgestellten Modelle erfolgt digital auf einer Videowand und mehreren Bildschirmen im Gästeraum.

Cupra zuhause: Die Lampe zum Auto

Der Verkaufs- und Verzehrraum in Wien reiht sich ein in verschiedene Präsentationsformen der beiden Marken abseits des klassischen Handels. Im Juni hatte der Autobauer in Barcelona die „Casa Seat“ eingeweiht. Sie ist nach offizieller Darstellung ein „Marken-Erlebniszentrum im Herzen der Stadt“, wo Interessenten „hautnah erfahren können, was die Marken ausmacht“.

Dabei ist die „Casa Seat“ nicht als Flagshipstore für den Verkauf gedacht, sondern als Ort der Vernetzung und des Austauschs von Ideen. Verschiedene Programme wie Vorträge, Workshops und kulturelle Interaktionen rund um Mobilität, Nachhaltigkeit, Technologie und Wirtschaft sollen dort stattfinden - die Marken Seat und Cupra und was sie für diese Fragen der Zukunft zu bieten haben werden dabei natürlich mit präsentiert.

Kooperation mit Leuchtenmanufaktur

Vollends Richtung Lifestyle zielt schließlich die Partnerschaft von Cupra mit der Leuchtenmanufaktur Marset. „Beide Unternehmen sind in Barcelona ansässig, teilen ihre globale Ausrichtung und stehen für zeitgenössisches Design“, erklärt Seat den Schritt.

Augenfällig wird diese Zusammenarbeit in einer Lampe, die den Namen Chispa by Marset for Cupra trägt und im Oktober auf den Markt kommen soll. Die tragbare, kabellose Lampe ist wiederaufladbar und lehnt sich optisch an die Corporate Identity von Cupra an. Die Lampe wird auch in den Cupra-Verkaufsflächen im Handel ausgestellt. Weitere Kooperationen mit Designern außerhalb des Automobilsektors sind für die Zukunft angedacht.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«