Lancia: „Marke hat Punktlandung hingelegt“

Redakteur: Julia Mauritz

Die Italiener haben den Neustart in Deutschland gut gemeistert. Markenchef Dirk Bott erläutert im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«, wie er mit neuen Lancia-Modellen den Markt penetrieren will.

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Dirk Bott, Country Brand Manager für Lancia und Jeep, will mit dem Thema und dem Voyager den Markt stärker penetrieren.
Dirk Bott, Country Brand Manager für Lancia und Jeep, will mit dem Thema und dem Voyager den Markt stärker penetrieren.
( Fiat )

Mit Lancia stand es auf dem deutschen Markt zuletzt nicht zum Besten. Die Verschmelzung mit Chrysler, ein neu strukturiertes Vertriebsnetz sowie Modelleinführungen brachten viel Unruhe im Handel, aber auch für die Kunden. »kfz-betrieb ONLINE« sprach am Rande der IAA 2011 mit Markenchef Dirk Bott über den Status quo und die weiteren Schritte.

Wie zufrieden sind Sie mit dem neuen Lancia-Händlernetz?

Dirk Bott: Das Händlernetz erfüllt unsere quantitativen Erwartungen: Wir haben wie geplant mit knapp 120 Point of Sales eine Punktlandung hingelegt. Und auch die Motivation ist da, die Marke aktiv zu vertreten. Beim neuen Ypsilon haben wir noch nicht ganz die erwarteten Verkaufszahlen erreicht, aber der Auftragseingang steigt. Jetzt müssen wir weiter Gas geben, um gemeinsam mit dem Voyager und dem Thema, die beide im November eingeführt werden, eine immer größere Marktpenetration zu erreichen.

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Was macht Sie so zuversichtlich?

Wir werden mit diesen beiden Modellen einen gute Basis haben, weil 60 Prozent der Lancia-Händler aus dem Chrysler-Netz kommen und es hier bereits einen Kundenstamm gibt. In einem Dreivierteljahr folgt dann das Cabrio, sodass wir dem Lancia-Kunden dann vom kompakten Ypsilon bis zum großen Thema eine komplette Fahrzeugpalette bieten können.

Wann glauben Sie, kann der Handel Geld mit der Marke Lancia verdienen?

Generell kann man sagen, dass das Investitionsniveau der Händler sehr unterschiedlich ausfällt. Es ist wichtig, sich Zeit zu nehmen, um die Marke zu positionieren. Und wir unterstützen den Handel dabei, sich auf den Verkauf zu konzentrieren. Dazu nutzen wir die komplette Bandbreite an möglichen Marketing-Maßnahmen, von TV-Spots über Internetaktivitäten bis hin zu Roadshows. Die Händler wissen, dass man eine Marke nicht von heute auf morgen neu etablieren kann. Wichtig ist, dass das Zusammenspiel zwischen Handel und Importeur stimmt - und das ist bei uns der Fall.

Wie gut ist die Marktabdeckung bei Lancia aktuell?

Wir haben noch weiße Flecken, und wir werden das Netz sicher noch weiter ausbauen. Aber schon jetzt kann ein Kunde auf 80 Prozent der Landkarte einen Händler innerhalb einer halben Stunde erreichen. Man darf auch nicht vergessen, dass zu den 100 Vertriebspartnern noch bis zu 250 Servicepartner hinzukommen.

Wie stellt sich die Renditesituation im Handel dar?

Diese Zahl kommunizieren wir erst, wenn das Jahr vorbei ist. Generell kann man sagen, dass wir in diesem Jahr keine Händlerinsolvenz gehabt haben und alles in geordneten Bahnen läuft.

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