Lancia: Verschmolzene Modellpalette in Genf

Autor / Redakteur: sp-x/aw / Andreas Wehner

Ein Jahr nach dem Zusammenschluss mit Chrysler zeigt Lancia auf dem Genfer Salon erstmals die künftigen Modelle. Dazu gehört auch ein Cabrio - allerdings bisher noch als Studie.

Ausblick auf die Zukunft: Den auf dem Chrysler 200 basierenden Lancia Flavia gibt es auch als Cabriolet.
Ausblick auf die Zukunft: Den auf dem Chrysler 200 basierenden Lancia Flavia gibt es auch als Cabriolet.
( Archiv: Vogel Business Media )

Lancia und Chrysler wachsen weiter zusammen. Ein Jahr nach dem Zusammenschluss der beiden Marken kann das Ergebnis jetzt auf dem Genfer Autosalon (3. bis 13. März) betrachtet werden. Dort präsentieren die Italiener erstmals ihre überarbeitete Modellpalette.

Mit dabei ist der neue Lancia Ypsilon. Der 3,80 Meter lange Kleinwagen wird ab Juni verkauft. Vor allem eine hochwertige Innenausstattung und sparsame Motoren sollen den Italo-Amerikaner von seinen Wettbewerbern deutlich unterschieden. So wird der Lancia mit dem aus dem Fiat 500 bekannten TwinAir-Zweizylindermotor mit 0,9 Liter Hubraum und 63 kW/95 PS ausgestattet. Wahlweise steht auch unter anderem ein 1,3-Liter-Vierzylinder mit 70 kW/95 PS zur Verfügung.

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Erstmals wird es den seit 25 Jahren gebauten Ypsilon auch als Fünftürer geben. Preise stehen noch nicht fest, sollen sich aber stark an der Konkurrenz orientieren. Die aktuelle Version des Ypsilon wird seit 2003 gebaut und teilt sich die technische Basis mit dem Fiat Punto der zweiten Generation. Die Einstiegsversion des Kleinwagens startet zurzeit bei 11.390 Euro.

Zurück in der Mittelklasse: der Lancia Thema

Mit dem Lancia Thema melden sich die Italiener wieder in der oberen Mittelklasse zurück. Der Thema ersetzt den etwas glücklosen Thesis. Das Flaggschiff ist baugleich mit dem neuen Chrysler 300, der in Kontinentaleuropa nicht mehr angeboten wird.

Mit starken Motoren, wie dem 3,6-Liter-V6 (215 kW/292 PS) oder den beiden 3,0-Liter-V6-Dieselmotoren (140 kW/190 PS und 165 kW/224 PS), einer hochwertigen Innenausstattung, viel Leder und einem außergewöhnlichen Design soll der Thema ab Oktober auf Kundenfang gehen. Zu den Ausstattungs-Details gehören Abstandswarner, Einparkhilfe-Kamera und ein großer Navi-Bildschirm.

Mit dem Flavia ins D-Segment

Noch als Studie, aber sehr seriennah sind die beiden Fahrzeuge Flavia Concept und Flavia Concept Cabrio. Auf Basis des in den USA erhältlichen Chrysler 200 geben sie einen Blick in die nahe Zukunft der Marke. In Amerika wird das Cabrio von einem 2,4-Liter-Vierzylinder und einem leistungsstarken 3,6-Liter-V6 angetrieben. Beide Motoren sind an eine Sechsgang-Automatik gekoppelt.

Dass Lancia den Flavia noch in diesem Jahr bringt, gilt als recht sicher. Der Produktionsanlauf sei innerhalb von sechs Monaten möglich, schreibt der Hersteller in seiner Pressemitteilung. In Europa dürfte es das Modell auch mit einem Dieselmotor aus dem Fiat-Regal geben.

Grand Voyager und Delta überarbeitet

Leicht überarbeitet wird der Grand Voyager. Neben einer neu gestalteten Front mit geändertem Kühlergrill und Scheinwerfern leistet der Dieselmotor des Vans nun 147 kW/200 PS statt vormals 130 kW/177 PS. Außerdem ist das Triebwerk leiser geworden und schafft die Euro5-Abgasnorm. In Genf wird auch eine Version mit dem 3,6-Liter-V6 (208 kW/283 PS) stehen.

Auch der Lancia Delta erfährt eine Überarbeitung. Der 4,50 Meter lange Fünftürer zeigt sich mit einem neuen Kühlergrill und geänderten Scheinwerfern. Unter der Haube kommen sparsamere Motoren zum Einsatz, wie der 1,6-Liter mit 77 kW/105 PS. Der Delta kostet zurzeit mindestens 17.990 Euro.

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