Land Rover Discovery Sport: Mehr Premium

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Premium allerorten

Neben dem Plus beim Platz wollen die Briten aber auch „einen neuen Premium-Anspruch in diesem Segment erfüllen“, so McGovern. Da punktet etwa das lederbezogene Armaturenbrett in der Topversion oder die Tasten aus kühlem Metall, die so satt klackend einrasten, wie das sonst eher ein Ingolstädter Markenzeichen ist.

Von außen bietet der Discovery Sport nach wie vor typische Design-Elemente wie die großen Fensterflächen und die bullige Front – die erstmals in dieser Klasse auch einen Fußgänger-Airbag beheimatet. Das gibt Punkte in der Crashtest-Wertung – und bei den Sympathiewerten der Stadtbevölkerung. „Der Discovery ist und bleibt ein Abenteurer – aber wir wissen natürlich, dass immer mehr Menschen so was nur in den Metropolen bewegen“ sagt McGovern.

Die klassischen Stilelemente sollen traditionsbewusste Kunden der Marke halten. Die ansteigende Fensterlinie à la Range Rover Evoque macht den Wagen aber sportlicher als seinen Vorgänger; hier zielt Land Rover auf Eroberungen bei BMW oder Audi ab, so McGovern. Premium-Ambiente und Platz für die Großfamilie gleichzeitig – das bieten die deutschen Rivalen in dieser Klasse eben noch nicht. Mit deren Armada an Assistenzsystemen zum automatischen Halten der Spur, des Abstandes, selbsttätigen Notbremsen oder dem Einparken halten die Briten jetzt auch Schritt.

Hoher Nutzwert

Die gründlich überarbeitete Technik ist damit Maßstab für die anstehende Runderneuerung aller Land-Rover-Modelle – deren Blaupause das „Sport“-Modell ist. Geländewagen-Sitzposition, Komfort, Nutzwert und Flexibilität sind wichtig. Die Ladekante ist besonders niedrig, in den hinteren Türen ist Platz für fast 14 Liter Krimskrams. Es geht eben auch darum, Crossover-Kunden zu begeistern, die aus Kombis oder Familien-Vans in das SUV wechselt.

Als klassischer Land Rover hat sich der Discovery Sport zwar vor der Marktreife zwischen minus 36 Grad Celsius und plus 42 Grad Celsius bewährt, 40 Grad steile Steigungen erklommen und 45 Grad Neigung hinabgestürzt und durch 60 Zentimeter tiefe Wasserläufe gepflügt. Aber der neue Land Rover hat eben auch Head-Up-Display, W-Lan-Hotspot, einen Achtzoll-Touchscreen, vier 12-Volt-Anschlüsse und sechs USB-Ladebuchsen. Und das dürfte den Buschdoktor im Serengeti wohl weniger begeistern als seinen Kollegen Zahnarzt in der Düsseldorfer City. Sieht danach aus, als ob der Discovery die Herzen beider erobern könnte.

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