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Leichter Anstieg der Kfz-Insolvenzen im vergangenen Jahr

| Autor / Redakteur: Jens Rehberg / Andreas Grimm

Das Statistische Bundesamt hat die Insolvenzzahlen für das Gesamtjahr 2019 veröffentlicht. Wie sich bereits seit Monaten abzeichnete, sind vor allem die Pleiten im Servicebereich zahlreicher geworden als noch im Vorjahr.

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(Foto: Grimm/»kfz-betrieb«)

2019 sind über zehn Prozent mehr Servicebetriebe in eine finanzielle Schieflage gerutscht als noch im Vorjahr. Das geht aus den offiziellen Insolvenzzahlen hervor, die das Statistische Bundesamt am Freitag für das komplette vergangene Jahr veröffentlicht hat. Demnach haben 2019 insgesamt 250 Werkstätten bei den zuständigen Amtsgerichten Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. 2018 waren es noch 226 gewesen.

Betrachtet man allein die Pkw-Werkstätten, fällt der Anstieg an Fällen noch etwas steiler aus (+14 %) – von 161 auf 184 Insolvenzanträge. Bei den reinen Lackierbetrieben stieg die Zahl gemeldeter Pleiten im vergangenen Jahr von 22 auf 32 Fälle. Im Teilehandel hingegen gingen die Insolvenzen von 90 Anträgen 2018 auf 74 Anträge 2019 zurück. Auch bei den reinen Waschbetrieben nahm die Zahl der Schieflagen um ein knappes Drittel auf 25 Anträge ab.

Gleichbleibende Zahlen beim Handel

Beim Blick auf die Handelsbetriebe gibt es wenig Bewegung in der jüngsten Jahresinsolvenzbilanz. Traten 2018 noch 231 Pkw-Handelsbetriebe den Gang zum Amtsgericht an, waren es im vergangenen Jahr lediglich 3 Autohäuser mehr (+1,3 %).

Verbraucherinsolvenzen gehen zurück

Branchenübergreifend waren in Deutschland 2019 weniger Unternehmen von einer akuten finanziellen Krise betroffen als im Jahr davor. Dem Statistischen Bundesamt zufolge ging die Zahl der Insolvenzanträge insgesamt um 2,9 Prozent zurück. Damit sank die Anzahl an beantragten Unternehmensinsolvenzen auf den niedrigsten Stand seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999. Einen Anstieg hatte es zuletzt im Krisenjahr 2009 gegeben (+11,6 % im Vergleich zu 2008).

Neben der Zahl der Unternehmensinsolvenzen war 2019 auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen rückläufig: Im Vorjahresvergleich sank sie bundesweit um 7,3 Prozent auf 62.632 Fälle.

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