Leipzig richtet Messefokus auf Aftersales

Amistyle soll die AMI-Lücke im Messetrio schließen

07.12.2010 | Autor: Wolfgang Brekeller

Martin Buhl-Wagner, Chef der Leipziger Messegesellschaft, sieht in der Verbindung von Amitec, Amicom und Amistyle ein für Deutschland einzigartiges Angebot.
Martin Buhl-Wagner, Chef der Leipziger Messegesellschaft, sieht in der Verbindung von Amitec, Amicom und Amistyle ein für Deutschland einzigartiges Angebot.

Leipzig rüstet sich ohne die klassische Endverbrauchermesse Auto Mobil International (AMI) im kommenden Jahr für die Automobilbranche. Vom 9. bis 13. April 2011 hat der neue Messeverbund aus Amitec, Amicom und Amistyle Premiere, der mehr als 350 Aussteller nach Leipzig locken soll. Damit will die Leipziger Messegesellschaft das AMI-lose Jahr überbrücken, das durch den Beschluss entstanden war, die Automobilmesse künftig im Wechsel mit der Frankfurter IAA und damit erstmals wieder im April 2012 zu veranstalten.

„Mit diesem Messedreier“, sagte Messechef Martin Buhl-Wagner am Dienstagabend auf einer Pressekonferenz, „haben wir eine für Deutschland einzigartige Veranstaltung entwickelt, die den gemeinsamen Fokus auf den Aftersales-Bereich richtet und in der Branche auf reges Interesse stößt.“ Der Standort Leipzig bleibe damit im Jahr 2011 ein zentraler Treffpunkt der Fachbesucher und Auto-Enthusiasten.

Diese Einschätzung bestätigte Volker Lange, Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK). Lange bewertete die Einführung der Amistyle und ihre Verbindung mit den bereits eingeführten Messe Amitec und Amicom (seit 2010) als großen Erfolg bei der weiteren Festigung des automobilen Messestandorts Leipzig.

Anstieg der Ausstellerzahlen

Während die Amitec als Fachmesse für Fahrzeugteile, Werkstatt und Service 2011 bereits ihre 14. Auflage erfährt, geht die Amicom, die sich zur führenden europäischen Messe für die gesamte In-Car-Elektronik-Branche entwickeln soll, erst in die zweite Runde. Er gehe von einem weiteren Anstieg der Ausstellerzahlen und der gebuchten Ausstellungsfläche aus, verdeutlichte Projektleiter Matthias Kober.

Auf großes Interesse in der Branche stoße die Amistyle, der Neuling im Messedreier der AMI-Familie. Die völlig neu konzipierte Messe für Car-Styling, Individualisierung, Umrüstung und Service soll laut Kober „mit ihrem Angebot den individuellen und sich ständig ändernden Lebensverhältnissen und Interessen der Fahrzeughalter Rechnung tragen.“

50.000 Besucher zum Messedreier

Neue Freizeitaktivitäten, die Rolle des Auto als Familienkutsche, mobiler Arbeitsplatz oder schlicht als Hobbygefährt prägten den Wunsch nachhaltig weiter aus, das Fahrzeug an die aktuellen Bedürfnisse anzupassen. „Mit dieser komplexen Ausrichtung“, so Kober“, unterscheidet sich die Amistyle sowohl von den bekannten Automobilmessen als auch von reinen Tuningveranstaltungen.“

Das neue Messetrio bietet nach bewährter AMI-Sitte ein vielseitiges Rahmenprogramm. Zu den Höhepunkten zählt der Kickoff zur europäischen Gymkhana Serie 2011, die auf dem Freigelände Einblick in die neue und spektakuläre Form des Profidriftens gibt. Messechef Martin Buhl-Wagner erwartet mindestens 50.000 Besucher. Zum Vergleich: Die Jubiläums-AMI 2010 zählte 270.000 Besucher.

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