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Leipziger HWK-Präsident sagt Unterstützung in der Dieselmisere zu

| Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Unter der verfahrenen Dieseldebatte leiden nicht nur Autohäuser und Werkstätten, sondern auch andere Handwerksbetriebe. Auf der Mitgliederversammlung der Kfz-Innung Region Leipzig hat HWK-Präsident Claus Gröhn seine volle Unterstützung zugesagt.

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Claus Gröhn, Präsident der Handwerkskammer Leipzig, macht sich für die Zukunft des Diesels stark.
Claus Gröhn, Präsident der Handwerkskammer Leipzig, macht sich für die Zukunft des Diesels stark.
(Bild: Zietz/»kfz-betrieb«)

Die Belastung durch ältere Diesel hat in den vergangenen Monaten deutlich zu genommen. Dessen ist sich auch der Leipziger Handwerkskammerpräsident Claus Gröhn bewusst. Er versprach den Teilnehmern der Mitgliederversammlung der Kfz-Innung Region Leipzig, „auf die Gesetzgebung ein waches Auge“ zu haben. Das hat der HWK-Präsident bereits bei der Partikelfilternachrüstung bewiesen.

Gröhn selbst hat großes Interesse an der Nachrüstung von Dieselfahrzeugen. Denn der Dachdeckermeister hat im eigenen Betrieb zahlreiche Transporter mit entsprechendem Antrieb laufen. Die Unsicherheit über die zu erwartenden Regelungen empfindet er als sehr belastend: „Die Frage, ob man künftig in Innenstädte mit diesen Fahrzeugen einfahren kann, ist für viele auch eine Frage der Existenz.“ Die Probleme der Handwerker habe er bereits den für die Region zuständigen Landtags- und Bundestagsabgeordneten ausführlich dargelegt. Eine Antwort sei bisher ausgeblieben. „Aber ich bleibe dran“, versicherte Gröhn.

Für die Handwerker der Region ist die Dieselproblematik nicht die einzige Herausforderung. Auch der Fachkräftemangel macht den Betrieben zunehmend zu schaffen. Eine Lösung sieht Gröhn in der Aufwertung der betrieblichen Ausbildung. „Die duale Ausbildung muss der akademischen gleichgestellt sein.“ Außerdem müsse Schluss sein mit der Ungleichbehandlung. Ein angehender Meister muss für seine Ausbildung tief in die Tasche greifen, das Studium ist für alle kostenfrei. Deshalb fordert der HWK-Präsident, die Meisterausbildung seitens der Politik deutlich besser zu fördern.

Um die Attraktivität für ihre Mitglieder zu steigern, hat die Innung in den vergangenen Monaten ihre Internetseite komplett überarbeitet. Das äußere Erscheinungsbild ist viel moderner geworden. Die Mitglieder finden im neuen „internen Bereich“ alle notwendigen Informationen. Dadurch entfallen die Rundmails mit ihren teils großen Anhängen.

Die Innungsbetriebe werden mittels Newsletter informiert. Die Unterlagen stehen dann zum Download bereit, erklärte Geschäftsführer Tilo Schumer das neue Konzept. Künftig sollen zudem für Berufseinsteiger alle Informationen über Ausbildung und Karriere auf der Homepage zu finden sein. Die Innungszeitung in Papierform wird es aber weiterhin geben.

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