Werkstattmanagement Leistung soll sich lohnen

Autor: Jan Rosenow

Viele Betriebe versuchen, ihre Mitarbeiter durch leistungsorientierte Lohnmodelle zu erfolgreichen Serviceverkäufern zu machen. Doch wie vermeidet man einen Konkurrenzkampf im Werkstattteam? Über die schwierige Suche nach dem Mittelweg.

Die Software Motimeter zeigt im Autohaus Rainer Seyfarth taggenau die Produktivität an.
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(Bild: Rosenow/»kfz-betrieb«)

Peter Przestacki hat die Ruhe weg. Der 63-Jährige ist schon seit 1978 als selbstständiger Unternehmer im Kfz-Gewerbe unterwegs und gehört mit seinem Betrieb Autopunkt Falkensee zu den ältesten Skoda-Partnern in Deutschland. Und er hat die Gelassenheit, nicht jedem Auftrag hinterherzurennen. „AWs interessieren mich nicht“, sagt der Unternehmer. „Ich mache lieber drei Inspektionen richtig als fünf schluderig. Geld verdient man damit immer noch.“

Statt Wachstum um jeden Preis setzt er auf zufriedene Kunden und glückliche Mitarbeiter. Darum gibt es bei ihm zum Beispiel keine Stempeluhr und keinen Leistungslohn. Das war eine ganz bewusste Entscheidung, um etwaiger Umsatzhascherei vorzubeugen. Es soll nur das repariert werden, was wirklich defekt ist, und nicht mehr! Peter Przestacki meint: „So bleibt man glaubwürdig. Und auch durch Fairness baut man seinen Kundenstamm immer weiter aus.“ Das klappt immerhin schon seit 30 Jahren.

Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group