Lexus bringt die Augmented Reality in die Werkstatt

AR-Brille zur Kommunikation mit Kunden und der Hotline

| Autor: Jan Rosenow

Direkter Kontakt mit der Hotline am Auto

So wird auch die zweite Funktion möglich, die für die Werkstatt vielleicht noch wichtiger ist. Bei einem Reparaturproblem kann sich der Servicemitarbeiter nämlich live von einem Technikspezialisten aus der Deutschlandzentrale helfen lassen. Dieser ist in Echtzeit dabei, kann Anweisungen geben und zur Problemlösung beitragen.

Der Experte verfolgt die Arbeit auf seinem Bildschirm im Büro, kann bei Bedarf aber auch Dokumente oder Bilddateien in das Tablet-Display der AR-Brille senden. Diese Informationen erscheinen dann direkt vor dem Auge des Mechanikers. Um lange Erklärungen zu vermeiden, kann der Hotline-Mitarbeiter auch ein Foto des Live-Bildes machen, Markierungen und Erklärungen einfügen und das Foto zurück an die Brille ins Autohaus senden.

Noch ist die Brille ziemlich teuer

Die AR-Brille Realwear HMT-1 (Preis: 1.620 Euro) wurde speziell für den Einsatz in der Industrie entwickelt. Sie ist robust, stoßfest, mit jeder Sicherheitsausrüstung kombinierbar und auch für Brillenträger geeignet. Darüber hinaus ist das Gerät rein sprachgesteuert und sorgt so für freie Hände bei der Arbeit. Die Akkulaufzeit beträgt rund acht Stunden, die Anbindung an Netzwerke oder Drittgeräte ist per WLAN, Bluetooth, GPS oder über einen USB-Anschluss möglich. Auch das eigene Smartphone kann als Hotspot genutzt werden.

Die Brille ist der auffälligste, aber keineswegs der einzige Bestandteil des Videokonzepts von Essert. Die Videoplattform kann mit allen bildgebenden Endgeräten bedient werden, also auch Smartphones oder Tablets. Sie kann auch Textnachrichten übermitteln und enthält sogar eine Live-Übersetzungsfunktion.

Das Lexus-Forum Osnabrück ist der Pilotbetrieb für die Videoplattform. Weitere Lexus-Standorte sollen folgen, später auch das Toyota-Netz.

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