Lexus LC500: Die Luxus-Ökos machen Pause

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Allerdings klappt das nur, wenn man vom aggressiven Sport- oder Sport+-Modus in den Komfort-Betrieb wechselt und den Fighter so zum Gleiter trimmt. Dann wird die progressive Lenkung etwas entspannter, das Fahrwerk etwas softer, das Getriebe schaltet nicht mehr ganz so giftig und wo die Allradlenkung den Wagen eben noch förmlich um die Kurve geschmettert hat, macht sie jetzt schnelle Spurwechsel zur Gleichmäßigkeitsprüfung.

So faszinierend der LC 500 fährt und so gut das Auto zu Akio Toyodas Kampf gegen die automobile Langeweile seiner Konzernmarken passt, so wenig passt der LC500 zum Image von Lexus als verantwortungsbewusste Luxusmarke. Stattdessen wirkt er wie das schwarze Schaf in der Familie und macht die Japaner so verlegen, dass sie aus lauter Correctness doch noch einen Hybriden nachschieben.

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Als Lexus LC500h kombiniert er einen 299 PS starken V6-Motor mit einer E-Maschine von 180 PS und weist mit der ersten Lithium-Ionen-Batterie sowie einem zusätzlichen Vierstufen-Automaten im Kampf gegen den Gummiband-Effekt des CVT-Getriebes zwei technische Besonderheiten auf. Und 5.000 Euro billiger soll er obendrein werden.

Doch selbst wenn der Saulus trotz einer Systemleistung von 359 PS, einem Sprintwert von 4,7 Sekunden und 250 km/h Spitze doch wieder zum Paulus wird, wirkt der LC damit plötzlich ziemlich blutleer und vergleichsweise überflüssig. Das weiß auch Deutschlandchef Ferry Franz und kann sich kaum vorstellen, dass er sonderlich viele Hybriden verkaufen wird: „Wer so ein expressives Auto bestellt, der will auch unter der Haube das volle Programm.“

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