Tiemeyer Lieber schnell als tot

Autor: Steffen Dominsky

Wer langsam unterwegs ist oder stehen bleibt, wird überholt. Damit genau das der Tiemeyer-Servicemannschaft am Standort Gelsenkirchen-Buer nicht passiert, ist sie ständig in Bewegung – und zwar richtig flott. Dies bescherte dem Team aus dem Pott einen Platz unter den Top Ten beim Service Award 2020.

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In den letzten Jahren ging's für Tiemeyer in Gelsenkirchen-Buer im Service stets nach oben – auch ein Verdienst der Mannschaft um Serviceleiter Dietmar Samarra (2. v. re.).
In den letzten Jahren ging's für Tiemeyer in Gelsenkirchen-Buer im Service stets nach oben – auch ein Verdienst der Mannschaft um Serviceleiter Dietmar Samarra (2. v. re.).
(Bild: Rosenow/»kfz-betrieb«)

„Es gibt zwei Arten von Fußgängern: die schnellen und die toten.“ Diese Erkenntnis soll einst der Journalist und Fernsehmoderator Robert Lemke kundgetan haben. Marginal sachter lässt sich die Botschaft auch so ausdrücken: Den Letzten beißen die Hunde. Natürlich möchte die Servicemannschaft des VW- und Audi-Partners Tiemeyer am Standort Gelsenkirchen-Buer nicht gebissen werden. Ergo ist sie immer in Bewegung, schließlich lautet das Motto der gesamten Autohausgruppe: „Wir machen das Revier mobil.“

Damit die Kunden ins Autohaus kommen, ködert Tiemeyer sie regelmäßig mit Serviceaktionen. So boten die Gelsenkirchener im Sommer über drei Monate hinweg die Aktion „HU & AU für 94,84 Euro“ an. „Das war ein echter Sommerkracher“, resümiert Serviceleiter Dietmar Samarra.

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Diese Schnäppchenmentalität erhielt weitere Nahrung in Form einer Rabattaktion im Bereich „Economy Service“, dem Serviceangebot von Volkswagen für ältere Fahrzeuge. Hier konnten Kunden bis vor Kurzem zusätzlich 20 Prozent Nachlass auf Ersatzteile erhalten. Um vorhandene, aber auch neu hinzugewonnene Kunden langfristig ans Haus zu binden, gibt es in der Lindenstraße 107 eine eigene Kundenkarte. Deren Inhaber sind in drei Kategorien (Silber, Gold und Schwarz) eingeordnet und erhalten unterschiedliche Rabatte auf typische Serviceleistungen, auf Ersatzteile und Zubehör sowie auf Versicherungen. Die Karten gelten selbstverständlich an sämtlichen 24 Tiemeyer-Standorten im Pott.

Gute Mitarbeiter sind das wertvollste Kapital

Damit Serviceaufträge am Tag des Geschehens möglichst reibungslos ablaufen, wird jeder Auftrag vier Tage im Voraus vorbereitet: Die entsprechenden Ersatzteile werden bestellt und in Auftragsboxen kommissioniert. Dass eine gute und zuweilen auch flexible Planung die halbe Miete ist, zeigt das Beispiel Räderwechsel. Hier bietet ein Großteil der Betriebe spezielle Aktionen an. So auch die Gelsenkirchner Tiemeyer-Truppe: Bei ihr haben Kunden die Möglichkeit, die Puschen ihres Fahrzeugs auch von 18 Uhr bis 21 Uhr wechseln zu lassen.

Den Einsatz ihrer Mitarbeiter hier und an anderer Stelle honoriert die Geschäftsleitung mit einer entsprechenden Entlohnung: Ab 110 Prozent Erfüllungsquote erhalten Monteure einen Leistungslohn. Der macht pro Monat zwischen 250 und 700 Euro on top aus. Und auch Serviceberater erhalten bei Zielerreichung einen monatlichen Bonus. Dass die Verantwortlichen zusammen mit ihrem Team auf dem richtigen Weg sind, dafür sprechen auch die typischen Kennzahlen. Egal ob bei der Zahl der eingelagerten Radsätze, dem Umsatz bei Schmierstoffen oder dem Zubehör bzw. der Zahl der Serviceaufträge und verkauften Stunden: Überall zeigt der Pfeil nur in eine Richtung – nach oben.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group