Linde startet Brennstoffzellen-Carsharing

Autor: Andreas Wehner

Der Gase-Hersteller will ab Sommer unter der Marke „Bee-Zero“ 50 Hyundai ix35 Fuel Cell-Autos in der Münchner Innenstadt zur Verfügung stellen.

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Ab Sommer stehen 50 dieser Hyundai ix35 Fuell Cell in München zum Carsharing bereit.
Ab Sommer stehen 50 dieser Hyundai ix35 Fuell Cell in München zum Carsharing bereit.
(Foto: Linde)

Der Gase-Hersteller Linde steigt ins Carsharing ein. Das Besondere: Ab Sommer sollen 50 Brennstoffzellenfahrzeuge im Münchner Stadtgebiet zur Verfügung stehen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Linde setzt dabei auf den Hyundai ix35 Fuel Cell, der seit Sommer 2013 auf dem Markt ist.

Linde-Vorstand Thomas Bruch enthüllte am Donnerstag in München symbolisch das erste Modell des Carsharing-Projekts, das unter der Marke „Bee-Zero“ an den Start geht und von der neu gegründeten Tochtergesellschaft Linde Hydrogen Concepts betrieben wird. Bei Bee-Zero handelt es sich um die erste größere Brennstoffzellen-Fahrzeugflotte eines einzelnen Betreibers.

Linde setzt auf ein so genanntes zonenbasiertes Carsharing-Modell. Die Fahrzeuge stehen in der Münchner Innenstadt, in den Stadtteilen Schwabing und Haidhausen, in der Au und im Glockenbachviertel zur Verfügung. Dort müssen sie auch wieder hingebracht werden, allerdings nicht zu festen Stationen.

Preise „auf Wettbewerbsniveau“

Die Fahrzeugbuchung erfolgt wie bei herkömmlichen Carsharing-Diensten online oder per Smartphone-App. Die Preisgestaltung ist noch nicht bekannt, aber die Preise bewegten sich „auf Wettbewerbsniveau“, sagte ein Linde-Sprecher auf Anfrage von »kfz-betrieb«. Die Betankung der Fahrzeuge übernehmen Bee-Zero-Mitarbeiter – außer der Kunde möchte selbst tanken. Der verwendete Wasserstoff stammt laut Linde ausschließlich aus nachhaltiger Produktion und ist somit komplett emissionsfrei.

Eine Ausweitung des Projekts auf weitere Städte sei derzeit nicht geplant, aber vorstellbar, so der Sprecher. Ebenso sei es denkbar, künftig auch Brennstoffzellenfahrzeuge anderer Hersteller einzusetzen. Linde hat nach eigenen Angaben eine Förderung des Projekts im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie (NIP II) des Bundesverkehrsministeriums beantragt. Dadurch könnte sich die Projektreichweite sowie der Projektumfang erhöhen.

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 Andreas Wehner

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Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«