Volvo Trucks Lkw-Bauer überwindet das Corona-Loch

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Der schwedische Nutzfahrzeughersteller hat vorerst die Wende nach heftigen Umsatzverlusten im ersten Halbjahr 2020 geschafft. Zuletzt zogen die Neuaufträge kräftig an.

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Volvo Trucks fährt derzeit weltweit mit guten Auftragszahlen aus der Krise.
Volvo Trucks fährt derzeit weltweit mit guten Auftragszahlen aus der Krise.
(Bild: Volvo Trucks)

Der Nutzfahrzeughersteller Volvo hat im vierten Quartal dank Kosteneinsparungen den Gewinn gesteigert und nach dem Corona-Einbruch wieder deutlich mehr Lkw-Bestellungen verzeichnet. Obwohl von Oktober bis Ende Dezember der Umsatz im Jahresvergleich um 8 Prozent auf 96,9 Milliarden Schwedische Kronen (9,6 Mrd Euro) fiel, legte der Gewinn unterm Strich um 37 Prozent auf 9,4 Milliarden Kronen zu, wie der Daimler-Rivale am Mittwoch in Göteborg mitteilte.

Allerdings waren beim Erlös vorwiegend auch Wechselkursschwankungen verantwortlich für den Rückgang, darum bereinigt wäre der Umsatz um ein Prozent gewachsen. Die Aufträge für neue Trucks zogen im Vorjahresvergleich um 61 Prozent auf 86.069 Lkw an.

Vorstandschef Martin Lundstedt verwies auf eine deutliche Flexibilisierung der Kosten und Produktionsmengen. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn kletterte im vierten Quartal um fast ein Fünftel auf 10,9 Milliarden Kronen bei einer Marge von 11,3 Prozent – rund 2,5 Prozentpunkte höher als im Vorjahresquartal. Zusätzlich konnte der Konzern für den Stellenabbau gebildete Rücklagen zum Teil wieder auflösen, weil das Programm weniger kostspielig ausfiel als gedacht.

Der Lkw-, Bus- und Baumaschinenspezialist war wie die gesamte Nutzfahrzeugbranche in der Corona-Krise in ein tiefes Loch bei Auslieferungen und Bestellungen gefallen. Im Gesamtjahr sank der Umsatz um über ein Fünftel auf 338,4 Milliarden Kronen, unter dem Strich rutschte der Gewinn um 45 Prozent auf 20,1 Milliarden Kronen ab. Die Auslieferungen von Lkw fielen um fast 30 Prozent, die Bestellungen legten dank des rasanten Aufschwungs im Schlussquartal im Gesamtjahr aber am Ende um 14 Prozent zu.

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