Lkw-Markt: Sonderkonjunktur

Autor / Redakteur: Hans-Jürgen Wildhage / Joachim von Maltzan

Der Markt für schwere Lkw und Sattelzugmaschinen legte 2014 im Vergleich zum Vorjahr kräftig zu. Nach einer faktischen Nullrunde zählt das Kraftfahrt-Bundesamt einen Zuwachs von 5,8 Prozent.

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Die Einführung der Euro-VI-Norm bei Lkw sorgte für stark schwankende Zulassungszahlen.
Die Einführung der Euro-VI-Norm bei Lkw sorgte für stark schwankende Zulassungszahlen.
(Foto: © Gina Sanders-Fotolia.com)

Der deutsche Nutzfahrzeugmarkt war 2014 ordentlich in Bewegung. 55.750 schwere Lastkraftwagen und Sattelzugmaschinen wurden erstmals zum Straßenverkehr angemeldet. Das sind 3.065 Einheiten oder 5,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei fand der Löwenanteil des Geschäfts einmal mehr in den beiden ersten Quartalen statt. 14.092 Neuwagen waren es in den ersten drei Monaten 2014 (plus 25,4 Prozent), 15.273 (plus 14,2 Prozent) kamen von Anfang April bis Ende Juni des vergangenen Jahres zusammen. In den beiden Folgequartalen hingegen kamen nur noch jeweils rund 13.000 Stück (plus 5,5 und minus 15,2 Prozent) neu auf die deutschen Straßen – ein Abschwung bahnt sich an.

Spät zugelassene Euro-V-Lastwagen haben ihren Teil zu dem ungleichgewichtigen Ergebnis beigetragen, denn von Gesetzes wegen sind die weniger sauberen Lastwagenmodelle mit ihrer noch rußigen, weil Partikelfilter-freien Schadstoffminderungstechnik seit Januar 2014 an sich kein Thema mehr. Wie lange die Euro-VI-Verweigerer Kostenfreude an ihren Trucks haben werden, wird die Betriebskostenrechnung ziemlich gnadenlos aufzeigen.