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Lkw-Schmuck: Zu viel Licht geht auch nicht

| Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Manche Trucker lieben ihren rollenden Arbeitsplatz so sehr, dass sie ihn mit allerlei Zubehör schmücken. Dabei ist ein Lkw-Fahrer weit übers Ziel hinausgeschossen, als er seine Zugmaschine zur Lichtmaschine umbaute.

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Mit 110 zusätzlichen Leuchten hatte ein Trucker sein Gefährt ausgestattet. Aus Sicht der Polizeit steckt darin zu viel Irritationspotenzial.
Mit 110 zusätzlichen Leuchten hatte ein Trucker sein Gefährt ausgestattet. Aus Sicht der Polizeit steckt darin zu viel Irritationspotenzial.
(Bild: Polizeidirektion Kaiserslautern)

Ein mit vielen Lichtapplikationen ausgerüsteter Lkw ist zwar für andere Verkehrsteilnehmer gut zu sehen, trotzdem verstößt der Schmuck schnell gegen verschiedene Vorschriften im Straßenverkehr. Das musste ein Lkw-Trucker mit einem Faible für die US-Zugmaschinen-Mode Mitte September feststellen, als er in der Westpfalz von Polizeibeamten gestoppt wurde.

Auf der Autobahn A6 war den Beamten der Polizeiautobahnstation Kaiserslautern ein Sattelschlepper mit auffälliger Ausrüstung aufgefallen, der schon von weitem sichtbar aus dem Verkehr hervorstach. Das Fahrzeug war laut einer Pressemitteilung der Polizeidirektion Kaiserslautern nicht nur mit zusätzlichen Lichtquellen übersäht, sondern auch noch komplett mit einer amerikanischen Flagge überlackiert. „Die A6 mit der Route 66 verwechselt“, heißt es dazu augenzwinkernd in der Mitteilung.

Polizei: Truck habe „Ablenkungs- und Irritationspozential“

In dieser Form entsprach das Lkw-Gespann nicht den Zulassungsbestimmungen im Straßenverkehr. „Bei allem Verständnis für die Liebe zum mobilen Untersatz und die Arbeit, die in den Truck geflossen sind, musste der Zustand geahndet werden“, heißt es erklärend von den Beamten. Ein Grund: Der Blick anderer Verkehrsteilnehmer bleibe aufgrund der auffälligen Beleuchtung mitunter länger am Fahrzeug hängen als üblich. Damit habe der Truck „Ablenkungs- und Irritationspozential“.

Da nützte auch die Entgegnung des Truckers nichts, dass doch sein Fahrzeug aufgrund der Beleuchtung sehr gut erkennbar sei. Das sei zwar uneingeschränkt richtig, so die Polizei, jedoch traten neben dem Irritationspotenzial weitere Gefahrenquellen hinzu. Viele der verbauten Leuchten hatten keine Spannungsprüfung durchlaufen.

Insgesamt zählten die Beamten aus der (Wild-)Westpfalz mehr als 110 zusätzliche Leuchten nur an der Zugmaschine, die teilweise aus mehreren Einzel-LED bestanden.

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