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Lohnsteuer: Für knifflige Fälle

Autor / Redakteur: Dr. Axel Knoth, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Kanzlei WWS, Mönchengladbach / Joachim von Maltzan

In strittigen Steuerfragen können Firmen beim Finanzamt eine rechtssichere Auskunft einholen. Dies empfiehlt sich insbesondere, wenn es um die Löhne und Gehälter geht. Was Firmenlenker und Personalverantwortliche dabei beachten sollten.

Strittige Fragen sollte man direkt mit dem Finanzamt abklären, um Rechtssicherheit zu erhalten.
Strittige Fragen sollte man direkt mit dem Finanzamt abklären, um Rechtssicherheit zu erhalten.
(Bild: © Guido Grochowski - stock.adobe.com)

Fachkräftemangel, Tarifabschlüsse, Mindestlohn: Viele Unternehmen kämpfen mit steigenden Personalkosten. Daher suchen sie stets nach Möglichkeiten, Kosten einzusparen. Ein lohnender Ansatzpunkt sind die Löhne und Gehälter der Belegschaft. Zwar kann man am Bruttolohn und an der Steuerklasse von Arbeitnehmern in der Regel nicht rütteln. Jedoch kann eine Umwandlung von Teilen des Entgelts in steuerfreie Extras die Abgabenlast spürbar senken. Beliebt sind etwa Tankgutscheine, Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge oder die Übernahme von Kinderbetreuungskosten. Hiervon profitieren auch die Mitarbeiter, da ihr Nettolohn steigt.

Hier lauern jedoch einige Steuerfallen. Eine typische Fehlerquelle besteht darin, dass Personalverantwortliche einzelne Komponenten des neuen Vergütungsmodells nicht ausreichend aufeinander abstimmen. Schnell ergeben sich kumulative Effekte, bei denen Freibeträge oder Freigrenzen nicht mehr eingehalten werden. Oder Firmen übersehen aktuelle Rechtsentwicklungen und passen veraltete Konzepte nicht an.