Lüftungstechnik: Oase für die Nase

Autor / Redakteur: Ottmar Holz / Ottmar Holz

Ende der Achtzigerjahre führte Saab die ersten Innenraumfilter ein. Ein aktueller Nachfahre schützt den Fahrer nicht mehr nur vor lästigem Staub, sondern filtert neben gefährlichen Giftstoffen und Allergenen auch Gerüche aus der Luft.

Hier half bisher nur der schnelle Griff zur Umlufttaste oder eine Nasenklammer.
Hier half bisher nur der schnelle Griff zur Umlufttaste oder eine Nasenklammer.
(Bild: © photoprojektrm - Fotolia)

Hinter dem Auspuffrohr des Vordermanns sind alle Autofahrer gleich – theoretisch stimmt das. Doch in der Praxis gibt es deutliche Unterschiede: Fahrer in Oberklasselimousinen sitzen meist nicht nur entspannt auf komfortablerem Gestühl und genießen die Ruhe der guten Akustikdämpfung, auch die Auspuffgase des Vordermanns bleiben in hochwertigeren Innenraumfiltern hängen. Egal ob Schimmelsporen, Feinstaub, Dieselruß oder hochallergene Ambrosiapollen – all diese unliebsamen Reisebegleiter halten die mehrlagigen Filter von den Insassen fern.

Doch gegen Bauer Maiers Gülletank half bisher nur die Umlufttaste. Die sonst gegen Schadgase recht wirksamen Aktivkohlelagen können komplexe Moleküle wie Kläranlagengeruch oder Industrieabgase nicht herausfiltern. Damit ist jetzt Schuss – der Stuttgarter Filterspezialist Mahle hat eine neue, Molekularsieb genannte Filterschicht entwickelt. „Sie eliminiert Gerüche aller Art und Intensität “, erklärt Olaf Henning, Geschäftsführer der Mahle Aftermarket GmbH.