Chinesisches Elektro-Coupé Lynk & Co testet kommenden 08

Autor: Andreas Wehner

Erst vor Kurzem zeigte die chinesische Volvo-Schwester auf der Automesse in Peking die Studie Zero Concept. Jetzt drehen die ersten Prototypen des Elektroautos, das vermutlich als Lynk & Co 08 auf den Markt kommen wird, ihre Runden.

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Der Lynk & Co 08 ist das erste Modell auf der neuen Elektroplattform des chinesischen Geely-Konzerns.
Der Lynk & Co 08 ist das erste Modell auf der neuen Elektroplattform des chinesischen Geely-Konzerns.
(Bild: Lynk & Co)

Lynk & Co will das erste Modell auf seiner neuen, reinen Elektroplattform schon Ende 2021 – wohl zunächst in China – auf den Markt bringen. Die chinesische Volvo-Schwester hat jetzt erste Fotos von Prototypen-Testfahrten sowie einige technische Details veröffentlicht.

Das Auto wird vermutlich als Lynk & Co 08 auf den Markt kommen. Eine seriennahe Studie namens Zero Concept hatten die Chinesen im September auf der Automesse in Peking präsentiert.

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Eine 100-kWh-Batterie soll für eine Reichweite von etwa 700 Kilometern sorgen. Aus dem Stand soll das Auto in weniger als vier Sekunden auf Tempo 100 sein. Wahlweise wird es Heck- oder Allradantrieb geben.

Das kommende Modell ist das erste Fahrzeug auf der neuen „Sustainable Experience Architecture“ (SEA) des Geely-Konzerns. Sie ist als Open-Source-Plattform für batterieelektrische Fahrzeuge unterschiedlicher Größen angelegt, sodass Geely davon ausgeht, dass neben den eigenen Konzerntöchtern auch andere Fabrikate die Plattform künftig nutzen.

Volvo-Schwester setzt auf Mitglieder

Lynk & Co will im kommenden Jahr mit dem SUV 01 als erstem Modell auch in Deutschland an den Start gehen. Das Unternehmen machte bereits mit seiner ungewöhnlichen Vertriebsstrategie auf sich aufmerksam. Lynk & Co setzt dabei auf ein Mitgliedschaftsmodell, das eine Art Kombination von Auto-Abo und Carsharing ermöglichen soll. Allerdings wird es die Fahrzeuge auch regulär zu kaufen geben, wie Lynk-&-Co-Chef Alain Visser kürzlich im Gespräch mit »kfz-betrieb« erläuterte.

Lynk & Co ist in China seit Ende 2017 auf dem Markt und hat Konzernangaben zufolge seitdem mehr als 360.000 Autos verkauft. Die Fahrzeugpalette besteht dort inzwischen aus fünf Modellen, die das Unternehmen online und in den 300 so genannten „Lynk & Co Experience Centern“ verkauft. Anders als in Europa, wo der Autobauer ausschließlich auf elektrifizierte Modelle setzt, sind in China auch reine Verbrenner im Angebot.

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Redakteur Newsdesk Automotive