Hunderte Euro Parkgebühren Mann ist drei Wochen lang auf der Suche nach seinem Auto

Autor Viktoria Hahn

Seit Anfang Februar haben ein 62-Jähriger und seine Tochter zahlreiche Osnabrücker Parkhäuser abgesucht. Denn der Fahrer hatte vergessen, in welcher der Garagen er sein Auto geparkt hatte. Dank eines öffentlichen Suchaufrufs konnte das Rätsel nun schließlich gelöst werden.

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Ein Mann aus Schüttorf (Niedersachsen) hat sein Auto mehrere Wochen lang in einem Osnabrücker Parkhaus „verloren“.
Ein Mann aus Schüttorf (Niedersachsen) hat sein Auto mehrere Wochen lang in einem Osnabrücker Parkhaus „verloren“.
(Bild: Daimler)

Dass man sich als Autofahrer ab und an nicht sofort daran erinnert, wo genau man seinen Wagen in einer Großstadt abgestellt hat, ist zunächst nichts weiter Berichtenswertes. Kurios genug ist dagegen die Geschichte eines Autofahrers aus der niedersächsischen Kleinstadt Schüttorf, der sein Auto nach Angaben seiner Tochter Anfang Februar in einem Osnabrücker Parkhaus abgestellt hatte. Denn dem 62-Jährigen wollte daraufhin partout nicht mehr einfallen, in welcher Garage er den Wagen stehengelassen hatte – und das wochenlang, wie „Spiegel Online“ am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatte am Dienstag die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) über den Vorfall berichtet.

Wie die Tochter der Tageszeitung erzählte, sei ihr Vater am 3. Februar nach Osnabrück gefahren und wegen eines Termins in Eile gewesen. Er habe auf die Schnelle ein Parkhaus in der Innenstadt gesucht und sei hineingefahren – hinterher habe er sich nicht mehr erinnern können, wo das Parkhaus war. Schließlich sei er mit dem Zug in die rund 60 Kilometer entfernte Kleinstadt zurückgefahren.

Hotelchef will die Parkgebühren erlassen – Vater erhält „Großstadt-Fahrverbot“

Daraufhin hatte das Vater-Tochter-Duo drei Wochen lang zahlreiche Parkhäuser in der niedersächsischen Großstadt abgeklappert. Mindestens 15 Parkhäuser und Tiefgaragen kamen bei der Suche nach dem Renault Scénic in Betracht. Ein Parkticket mit dem Namen der Garage habe es nicht gegeben – laut der Tochter sei die Schranke offen und der Parkscheinautomat defekt gewesen.

Am Mittwoch löste sich das Rätsel nun dank eines medialen Suchaufrufs in Wohlgefallen auf: Ein netter Bürger habe sich bei der Polizei gemeldet, diese sei der Information nachgegangen, so die Tochter. Das Auto wurde in der Garage eines Hotels in der Innenstadt gefunden.

Der Hotelchef will dem vergesslichen Schüttorfer nun die Parkgebühren in Höhe von immerhin 437 Euro erlassen. Die Familie solle Osnabrück mit einem guten Eindruck verlassen, sagte dieser der NOZ. Die Tochter meinte zu dem wochenlangen Chaos abschließend: „Am besten fährt er nicht mehr nach Osnabrück, sondern bleibt bei uns in der Kleinstadt.“

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