Markenbildung: Unverwechselbar werden

Autor / Redakteur: Martin Achter / Martin Achter

Die eigene Autohausmarke zu pflegen, ist nicht nur für freie Betriebe wirtschaftlich wichtig, sondern auch für Markenhändler. Letztere profitieren zwar von einer Herstellermarke. Die Zusammenarbeit mit diesen wird aber immer schwieriger.

Keiner von vielen sein: Die eigene Markenidentität kann Autohäusern helfen, Erträge zu sichern. Wer dem Kunden seinen Mehrwert verdeutlicht, schafft Kaufargumente neben dem Preis.
Keiner von vielen sein: Die eigene Markenidentität kann Autohäusern helfen, Erträge zu sichern. Wer dem Kunden seinen Mehrwert verdeutlicht, schafft Kaufargumente neben dem Preis.
(Bild: © Kalyakan - stock.adobe.com)

Dieselkrise, Digitalisierung oder neue Händlerverträge im Fabrikatshandel: Autohändler – egal ob frei oder markengebunden – sind in den nächsten Jahren auf vielen Ebenen gefordert, um ihr Geschäft zukunftssicher zu gestalten. Die eigene Autohausmarke kann dabei helfen, erfolgreich zu bleiben. »kfz-betrieb« hat mit dem Markenidentitätsberater Christopher Spall darüber gesprochen, wie Autohäuser zur Marke werden.

Wo liegt der Nutzen einer eigenen Autohausmarke?

Marke bedeutet Kontrolle. „Denn Marke ist das, was Leute über Sie erzählen, wenn Sie den Raum verlassen. So etwas sollte man nicht dem Zufall überlassen“, sagt Markenexperte Spall. „Im Verhältnis zum Kunden geht es darum, Vertrauen in einer Welt aufzubauen, in der es immer weniger Bindung gibt.“ Der nächste Autohändler ist per Smartphone überall erreichbar. Vor diesem Hintergrund vermittelt die eigene Händlermarke idealerweise den Mehrwert, für den ein Autohaus steht. „Das Autohaus bekommt dadurch eine Alternative an die Hand, um nicht über den Preis verkaufen zu müssen.“ Eine starke Marke hilft also, profitabler zu verkaufen. Außerdem können sich Autohäuser über die eigene Marke Bewerbern und Mitarbeitern als attraktive Arbeitgeber präsentieren.