Markenmonitor: Nur ein Fabrikat verbessert sich bei der Händlerzufriedenheit

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In der Gruppe der großen Importeure begegnet Renault offenbar am besten den aktuellen Herausforderungen. Mit einer Gesamtzufriedenheit von 2,89 lagen die Franzosen an der Spitze der Gruppe und hielten den vorherigen Sieger Toyota mit 0,10 Notenpunkten auf Abstand. Besonders mit dem Gebrauchtwagengeschäft sind die Renault-Partner der Untersuchung zufolge deutlich zufriedener als die Partner der Konkurrenten. Trübe Stimmung herrschte dagegen zuletzt bei den Hyundai-Händlern. Trotz einer deutlichen Absatzsteigerung von mehr als 12 Prozent im Jahr 2019 zeigten sich die Hyundai-Partner mit ihrem Importeur verhältnismäßig unzufrieden und vergaben die Note 3,41. Besonders schwache Bewertungen erhielten die Vertriebspolitik und das Gebrauchtwagengeschäft.

Die Gruppe der kleinen Importeure – bestehend aus insgesamt zehn Marken – wartet mit mehreren Extremen auf. Auf der einen Seite landete Mitsubishi mit der Note 2,31 nicht nur an der Gruppenspitze, sondern führt auch das Gesamtranking an. Auf der anderen Seite bildeten durch die hohe Unzufriedenheit der Händler von Peugeot (3,57), Citroën (3,66), Honda (3,75) und Suzuki (3,89) gleich vier Gruppenvertreter das untere Ende des Gesamt-Rankings. Nahezu vernichtend war dabei die Bewertung der Suzuki-Partner. Nach einem Aufwärtstrend bei der vergangenen Untersuchung rutscht die Zufriedenheit um fast 1,5 Notenpunkte ab.

In der Gruppe der Nischenfabrikate gelang es Porsche mit der Note 2,53 erneut, den Gruppensieg zu erringen - trotz eines Zufriedenheitsrückgangs von mehr als einer halben Note. Die schlechteste Note vergaben die Porsche-Händler dabei im Bereich Gebrauchtwagen (2,92). Kritisch ist die Situation zwischen Hersteller und Händlern bei Jaguar/Land-Rover einzuschätzen. Die Händler benoteten durchgängig unterhalb der 3, wodurch sich die Briten im Gesamtranking mit 3,44 weit unten wiederfanden.

Händler hätte sich in der Corona-Krise mehr Unterstützung gewünscht

Wie in den vergangenen Jahren beleuchtete der Markenmonitor auch Sonderthemen, die im direkten Kontext aktueller Entwicklungen stehen. In diesem Jahr wurden die Teilnehmer der Befragung zu den Unterstützungsleistungen verschiedener Institutionen in der Corona-Krise befragt. Hier honorierten die Befragten vor allem die Anstrengungen der Händlerverbände. Sie erzielten mit 2,59 die beste Bewertung unter allen betrachteten Institutionen. „Damit wird die nach wie vor große Bedeutung der Händlerverbände für die Vertragshändler als Sprachrohr und Interessensvertreter gegenüber den Herstellern und Importeuren deutlich“, erläuterte Stefan Reindl. Die Durchschnittsnote 3,05 für die Hersteller und Importeure zeigt dagegen, dass sich die Händler von ihren Vertragspartnern mehr Unterstützung gewünscht hätten. Einzig bei den Toyota-Händlern kam das Krisenmanagement des Fabrikats gut an (1,60).

Das IFA führte die Markenmonitor-Studie in diesem Jahr zum 22. Mal durch. Erneut wurden rund 1.000 Vertragshändler zu ihrer Einschätzung verschiedener Beziehungsfelder befragt.

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