Suchen

Markenmonitor: VW ist Top-Aufsteiger

| Autor / Redakteur: aw/sr / Andreas Wehner

Der Wolfsburger Autobauer belegte erstmals Platz eins in der Kategorie „Deutsche Volumenhersteller“ beim Schwacke-Markenmonitor. Den Gesamtsieg in der Händlerzufriedenheits-Studie holte Porsche.

Firmen zum Thema

Michael Bergmann, Geschäftsführer von Schwacke Deutschland machte deutlich, dass zufriedene Händler die Voraussetzung für den Absatzerfolg eines Fabrikats sind.
Michael Bergmann, Geschäftsführer von Schwacke Deutschland machte deutlich, dass zufriedene Händler die Voraussetzung für den Absatzerfolg eines Fabrikats sind.
(Foto: Grimm)

Volkswagen gehört zu den größten Aufsteigern im Schwacke-Markenmonitor 2012. Bei der Preisverleihung am Freitag im Rahmen der AMI in Leipzig kürte Eurotax-Schwacke den Wolfsburger Autobauer erstmals in der Geschichte der Händlerzufriedenheitsumfrage zum Sieger in der Kategorie „Deutsche Volumenhersteller“. Eine Note von 2,35 entspricht einer Verbesserung um 0,27 Punkte für VW. Die zufriedensten Händler über alle Marken hinweg hat jedoch der Vorjahresdritte Porsche (Note: 2,20).

Neben VW erhielt auch Opel in der Kategorie „Deutsche Volumenhersteller“ mit 2,40 gute Noten. Es folgt Ford mit 2,63. „Wir haben 2008 die Notwendigkeit erkannt an der Hersteller/Händlerbeziehung zu arbeiten. Wenn wir von unseren Handelspartnern erwarten, die Nummer Eins bei der Marktausschöpfung zu sein, war klar, dass wir den Spitzenplatz bei der Händlerzufriedenheit einnehmen müssen“, erklärte Werner Eichhorn, Leiter Vertrieb VW Deutschland.

Bildergalerie

Bei den Premiumherstellern setzte sich BMW mit einem Gesamtergebnis von 2,34 an die Spitze. Dabei zeigte der Autobauer laut Mitteilung in allen fünf Rubriken eine ausgewogene Zufriedenheit. Mercedes konnte seinen ersten Platz aus dem letzten Jahr nicht mehr halten und zeigt besonders im GW-Management einen rückläufigen Trend der Händlerzufriedenheit. Audi schrammte mit dem Wert 2,41 nur knapp am zweiten Platz vorbei.

Die großen Importfabrikate werden wieder von Toyota (2,40) angeführt. Skoda bleibt mit 2,41 nur knapp dahinter. Hyundai (2,53) verteidigte erneut den dritten Platz. Peugeot konnte sich aus seinem Abwärtstrend befreien und erreichte den vierten Platz. Auch Seat, Nissan, Renault und Citroën verbesserten die Händlerzufriedenheit. Allein Fiat musste Punkte einbüßen und landete nach Rang vier im Vorjahr auf den vorletzten Platz.

Subaru: Platz eins trotz Einbußen

Die Kategorie der „Kleinen Importfabrikate“ wird zum wiederholten Mal von Subaru (2,31) angeführt. Der Allradspezialist hat jedoch insgesamt an Punkten verloren. Platz zwei und drei gingen an Mitsubishi (2,67) und Suzuki (2,69). Volvo und Kia bilden das Mittelfeld. Chevrolet zeigte eine deutliche Verbesserung und belegte den sechsten Platz (2,98), führte jedoch die Top-Fünf der Renditezufriedenheit an. Den positiven Trend aus 2011 konnten Honda und Mazda nicht halten. Die beiden Marken landeten mit der Note 2,99 im Schlussfeld. Chrysler (3,30) belegte mit leichten Verbesserungen den letzten Platz.

Gesamtsieger Porsche holte sich auch die Spitzenposition bei den Nischenfabrikaten zurück. „Wir sehen die guten Noten als Ansporn, weiterhin so partnerschaftlich und vertrauensvoll mit unseren Händlern zusammenzuarbeiten. Und wenn wir ein Problem haben, dann lösen wir das gemeinsam“, sagte Klaus Zellmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Deutschland GmbH. Thomas Henrici, Vorsitzender des Porsche-Händlerverbands, ergänzte: „Wir haben einige schwierige Jahre hinter uns. Diese haben wir gut überstanden – und das ist vor allem der guten Kommunikation zwischen Händlern und Hersteller geschuldet.“

Überraschender Aufsteiger in dieser Kategorie war Smart (2,41). Die Kleinwagenmarke verbesserte sich um 0,23 Punkte. Lexus und Jaguar haben es aufgrund einer deutlichen Unterschreitung der Quoten nicht in die Gruppenbewertung geschafft.

Der Schwacke-Markenmonitor, wurde bereits zum 15. Mal, von Eurotax-Schwacke in Zusammenarbeit mit Prof. Willi Diez vom Institut für Automobilwirtschaft an der Hochschule Nürtingen-Geislingen vergeben und hat sich in der Automobilbranche zu einer festen Größe etabliert. Bewertet wurden insgesamt 28 Merkmale in den Kategorien Produkte, Vertriebspolitik, GW-Geschäft, After Sales, Netzpolitik und allgemeine Zusammenarbeit. Als Grundlage für die Auswertung dienten 1.020 Händlerinterviews im Zeitraum von Mitte Januar bis Mitte März. Erstmals wurden Negativbeurteilungen analysiert und ausgewertet, um das Zufriedenheitsmanagement künftig verbessern zu können. „Die Händler blicken 2011 auf ein Rekordjahr zurück. Die hohen Renditen und guten Verkaufszahlen spiegeln sich klar in unseren Ergebnissen wider. Es hat sich aber auch gezeigt, dass die Hersteller für dieses Thema deutlich sensibilisiert sind“, sagte Diez.

Als die wichtigsten Stellhebel für Händlerzufriedenheit benannte Diez abschließend eine gute Netzpolitik des Herstellers, den persönlichen Kontakt zu den Händlern, ein ausgewogenes Margen- und Bonussystem, verkaufsfördernde Maßnahmen des Herstellers sowie den Einbezug bei Entscheidungen, die die Händlerschaft betreffen.

(ID:34003120)