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Marktentwicklung: Stichwort „Disruption“

| Autor / Redakteur: Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Der Automobilhandel befindet sich im Wandel und erlebt einen der stärksten Umbrüche in seiner Geschichte. Es ist völlig unklar, ab das jahrelang gültige Geschäftsmodell auch für die Zukunft taugt. Die Branche muss sich neu erfinden.

(Bild: © EtiAmmos - stock.adobe.com)

Ein Auto zu kaufen, wird einfacher werden, als eine Pizza zu bestellen.“ Diese provokante These stellte Carsten Oder auf, Vorsitzender der Geschäftsleitung des Mercedes-Benz Cars Vertriebs Deutschland. Mit ihr leitete er einen Vortrag über künftige Vertriebsformate im Automobilhandel ein, den er auf den Autovertriebstagen von »kfz-betrieb« im Frühsommer 2019 hielt. Die Aussage verdeutlicht die Probleme, vor denen der Automobilhandel in Deutschland steht. Carsten Oder sieht zwar durchaus eine Zukunft für den klassischen, standortbezogenen Automobilhandel. Das Kfz-Gewerbe durchlaufe aber einen wichtigen Transformationsprozess, betonte er und stellte klar: „Der physische Handel ist nicht tot. Tot ist nur der langweilige physische Handel.“

Ähnliche Statements waren in letzter Zeit von verschiedenen Vertretern namhafter Hersteller zu hören. Doch wie ein solch überlebensfähiger Handel aussehen soll, darüber war wenig Konkretes zu hören.