Marktübersicht: 10 (bald) verfügbare E-Transporter

Autor / Redakteur: sp-x / Jakob Schreiner

Leise und ohne Abgase: Elektrische Transporter sollen in der Stadt ihre Vorteile ausspielen. Auf der IAA Nutzfahrzeuge (20. – 27. September) werden einige bereits und demnächst bestellbare elektrifizierte Lieferwagen vorgestellt.

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Der VW E-Crafter soll bis zu 160 Kilometer weit kommen.
Der VW E-Crafter soll bis zu 160 Kilometer weit kommen.
(Bild: Volkswagen)

Alternative Antriebe, vornehmlich in ihrer batterieelektrischen Form, sind eine Lösung für die Probleme des Transports in Städten. Einerseits lässt der rasant steigende Waren- und Lieferverkehr durch den Onlinehandel den lokalen Gütertransport wachsen, andererseits erschweren Fahrverbote oder -beschränkungen die Planung. Vor allem im reinen Zustellverkehr sind elektrisch betriebene Transporter die Lösung für lokal emissionsfreie Logistik auf der „letzten Meile“. Zielgruppen sind besonders KEP-Dienste (Kurier-, Express- und Paket-Dienste) und Handwerker sowie Lieferanten, die jederzeit in innerstädtischen Zonen fahren müssen.

Nachdem vor zwei Jahren auf der IAA Nutzfahrzeuge fast nur Studien präsentiert wurden, rücken auf der diesjährigen IAA (20.– 27. September) Serienmodelle in den Mittelpunkt.

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Aktuell ist die DHL-Tochter Streetscooter noch Marktführer im Bereich der elektrischen Transporter. Neben den bereits bekannten Modellen Work und Work L stellt das Unternehmen auf der Messe den neuen Work XL vor. Basis des Fahrzeugs ist ein Ford Transit-Fahrgestell. Der Kastenaufbau ermöglicht ein Ladevolumen von bis 20 Kubikmetern und eine Nutzlast von bis zu 1.350 Kilogramm. Die maximale Reichweite liegt bei 200 Kilometern. Zunächst werden die Fahrzeuge nur bei DHL eingesetzt.

Die Orderbücher für den E-Crafter von Volkswagen Nutzfahrzeuge sowie für den auf dem E-Crafter basierende MAN E-TGE öffnen sich noch im September. Je nach Ausführung dürfen beim E-Crafter Güter mit einem Maximalgewicht zwischen 1.000 und 1.750 Kilogramm geladen werden. Das Ladevolumen beträgt bis zu 10,7 Kubikmeter. Bis zu 160 Kilometer weit kann man mit dem großen Transporter stromern.

Ähnliche Werte weist auch der neue, 2019 auf den Markt kommende E-Sprinter von Mercedes auf. Wie beim Volkswagen Nutzfahrzeug-Modell sind die Batterien unterflurig untergebracht, so dass es keine Einbußen beim Ladevolumen (10,5 Kubikmeter) im Vergleich zu den konventionell angetriebenen Versionen gibt. Die elektrische Variante des Sprinters kommt mit vier Batteriemodulen und einer Kapazität von 55 kWh auf eine Reichweite von 150 Kilometern. Alternativ gibt es auch eine schwächere Variante mit 41 kWh und 115 Kilometern Reichweite.

Kunden, die weniger Ladevolumen benötigen, werden beim bis zu 120 km/h schnellen und in zwei Längen verfügbaren Mercedes E-Vito fündig. Der Transporter schafft eine Reichweite von 150 Kilometern.

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