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Mautbefreiung für Gas-Lkw

| Autor / Redakteur: ampnet/gr / Andreas Grimm

Laut einem Beschluss des Bundestags steigt die Lkw-Maut zum Jahresbeginn 2019. Fahrzeuge mit alternativen Antrieben sind davon zwar befreit, unter dem Strich steigen die Maut-Einnahmen aber stark an.

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Der Iveco Stralis NP (Natural Power) gehört zu jenen Lkw-Modellen, die keine Maut zahlen müssen.
Der Iveco Stralis NP (Natural Power) gehört zu jenen Lkw-Modellen, die keine Maut zahlen müssen.
(Bild: Iveco)

Neben Elektro-Lkw fahren ab dem kommenden Jahr auch Lastwagen ab 7,5 Tonnen, die mit einem Erdgasantrieb ausgerüstet sind (LNG oder CNG), kostenfrei über die Autobahnen und Bundesstraßen. Das hat der Bundestag in seinen Mautbeschlüssen der vergangenen Woche entschieden. Das erspart den Betreibern eines entsprechenden Sattelzugs 18,7 Cent pro Kilometer.

Gleichzeitig bleibt die staatliche Förderung für die Anschaffung eines Lkw mit Gasmotor in Höhe von 8.000 Euro (CNG) beziehungsweise 12.000 Euro (LNG) weiterhin bestehen. Sie ist auf zwei Jahre befristet.

Für alle anderen Lkw wird es nach dem Jahreswechsel deutlich teurer. Wurden bereits seit Juli die Abgaben auch auf Bundesstraßen ausgeweitet, steigen nun auch noch die Mautsätze selbst. Vor allem für laute Lkw wird es teuer, da erstmals die Kosten der Lärmbelastung durch Lastwagen in die Berechnung einbezogen werden. Und für schwere Fahrzeuge steigt die Lkw-Maut zusätzlich. Ihnen wird durch die neue Berücksichtigung der Gewichtsklassen die stärkere Straßen-Belastung und -Abnutzung in Rechnung gestellt.

Der Bund erwartet durch die neuen Sätze und die schon seit Juli geltende Ausweitung der Maut auf alle Bundesstraßen Einnahmen von durchschnittlich 7,2 Milliarden Euro pro Jahr, heißt es. Das sind rund 2,5 Milliarden Euro mehr als bisher.

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