Max Moritz punktet mit Events als Imageträger

Autor / Redakteur: Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Mit spektakulären Veranstaltungen und großem Fahrzeugangebot lockt der Audi- und Volkswagen-Händler aus Hagen neue Kunden an. Das brachte ihm Platz sechs des diesjährigen Vertriebs Awards.

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Selbst in der Luft ist Max Moritz unübersehbar.
Selbst in der Luft ist Max Moritz unübersehbar.
(Foto: VBM Archiv)

Aufsehenerregende Events – das ist eines der Kennzeichen von Max Moritz in Hagen und damit beeindruckte das Autohaus die Jury des Vertriebs Awards. Wenn der Volkswagen- und Audi-Betrieb beispielsweise zur Après-Ski-Party in seine Hallen lädt, dann kommen schon mal 2.000 Gäste in den Betrieb. Kein Wunder, dass so eine Veranstaltung auf Wochen hinaus das Tagesgespräch in Hagen ist. Der Betrieb, der zur Weller-Gruppe gehört, ist durch solche und ähnliche Aktionen in Hagen bekannt als angesagte Eventlocation.

Aber nicht nur im Max-Moritz-Betrieb ist die Mannschaft bei Veranstaltungen aktiv. Mit einem eigenen Wagen nimmt das Autohaus am Hagener Karnevalsumzug teil , der in der Region eine große Rolle spielt. Und auch wenn die Max-Moritz-Mitarbeiter in der Stadt unterwegs sind und an Straßenkreuzungen Coffee-to-go verteilen, kommt das gut an in der Bevölkerung.

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Alle Veranstaltungen sind perfekt durchorganisiert und jeweils auf eine bestimmte, genau definierte Zielgruppe bezogen. Diese Ausrichtung auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse bringt den gewünschten Erfolg. Beispielsweise konnte das Autohaus 2013 im Nachgang einer ausgeklügelten Audi-R8-Vorstellung immerhin zwölf neue Audi R8 verkaufen.

Neustart erforderlich

Seit 2004 ist die Weller-Gruppe mit dem Max-Moritz-Betrieb in Hagen vertreten. Zwei Jahre stand die Immobilie nach der Insolvenz des vorherigen Eigentümers leer, erzählt der Brandmanager und Prokurist Frank Girra. „Zwei Jahre sind eine lange Zeit im Automobilhandel. Wir standen vor dem Problem, dass die meisten Kunden sich längst einen neuen Autohauspartner gesucht hatten. Somit mussten wir in langwieriger Kleinarbeit unseren Kundenstamm neu aufbauen und konnten nicht auf alte gewachsene Kundenbeziehungen zurückgreifen“, erläutert er. Sein Kollege, der kaufmännische Leiter und Prokurist Holger Michels, ergänzt: „Erschwerend kommt hinzu, dass wir umgeben sind von Betrieben einiger großer Autohausketten. Das führt dazu, dass die Kunden hier in erster Linie über den Preis kaufen wollen.“

Um sich davon abheben zu können und ein eigenes Image aufzubauen, startete die Max-Moritz-Mannschaft vor Jahren ihre Eventstrategie. Dabei lädt sie Interessenten zu Veranstaltungen mit Partycharakter ein und spricht auch gezielt ausgesuchte Kundengruppen durch Hausmessen an. So findet in Zusammenarbeit mit Paravan, einem Spezialanbieter für behindertengerechte Fahrzeugumbauten, regelmäßig im Autohaus eine Messe für Behinderte statt. Ein extra geschulter Verkäufer steht dieser Kundengruppe, die einen hohen Beratungsbedarf hat, mit Rat und Tat zur Seite. Das ist ein Service, den die Menschen mit Handicap gerne in Anspruch nehmen und für den sie auch bereit sind, größere Anfahrtswege in Kauf zu nehmen.

Ungewöhnliche Ideen

Ausgefallene Sondermodelle gehören ebenfalls zum Marketingschwerpunkt des Händlers. Einen mit Rollrasen beklebten Beetle sieht man sicherlich nicht häufig auf den Straßen. Die Max-Moritz-Mannschaft schuf dieses ausgefallene Modell als Werbegag im Rahmen einer Fußballkampagne. Aber nicht nur die Hagener Fans des runden Leders waren begeistert. Ein Kunde, der eigentlich ein ganz normales Neufahrzeug kaufen wollte, war ebenso fasziniert und kaufte das Auto samt Rollrasen. Der Aufmerksamkeit der Passanten kann er sich wohl sicher sein; es stellt sich nur die Frage, wie er das Rasenmähen handhabt.

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